Besserer Schutz vor Diebstahl: iOS 17.3 soll den iPhone-Klau erschweren

iOS
Stefan

Kurz nach dem Launch von iOS 17.2 und iPadOS 17.2 hat Apple die nächsten Beta-Versionen zum Download freigegeben. Entwicklern steht ab sofort die erste Beta von iOS 17.3 und iPadOS 17.3 zur Verfügung.

Besserer Schutz vor Diebstahl: iOS 17.3 soll den iPhone-Klau erschweren

Apple hat am Montagabend die finalen Fassungen von iOS 17.2 und iPadOS 17.2 veröffentlicht. Wie wir es von den Ingenieuren aus dem Apple Park kennen, ließ die nächste Beta-Runde nicht lange auf sich warten: Der iPhone-Hersteller hat die jeweils erste Beta von iOS 17.3 und iPadOS 17.3 gestern Abend für Entwickler mit einem kostenpflichtigen Abo des Apple Beta Software-Programms zugänglich gemacht.

Den ersten Feedbacks zu den neuen Minor-Updates kann man entnehmen, dass Apple den Schwerpunkt auf die Sicherheit der auf dem iPhone gespeicherten Daten legt. Genauer gesagt setzt iOS 17.3 die Hürde für Diebe eine ganze Ecke höher. Denn selbst wenn für ein entwendetes iPhone der Gerätecode bekannt ist, bleiben besonders sensible Daten wie Passwörter oder Zahlungsinformationen weiter geschützt.

Neue Funktion zum Schutz für gestohlene Geräte

Apple hat das neue Sicherheitsfeature in iOS 17.3 tief in das System integriert. Das bedeutet, dass eine Vielzahl an Funktionen gesperrt ist oder deren Ausführung zeitlich verzögert werden, sobald bestimmte Bedingungen nicht erfüllt werden. Selbst wenn ein Dieb den Gerätecode des iPhones ausspioniert hat, bleibt ihm der Zugang zu gewissen, sicherheitsrelevanten Funktionen in den Einstellungen verwehrt.

Wenn das neue Sicherheitsfeature in den Settings unter „Face ID & Code“ bzw. „Touch ID & Code“ aktiviert wurde, ist für einige ausgewählte Punkte in den Einstellungen die Authentifizierung per Face ID oder Touch ID notwendig. Das Umgehen der Sperre über den Gerätecode ist dann nicht mehr möglich.

Für bestimmte Änderungen sind neben dem biometrischen Merkmal weitere Voraussetzungen zu erfüllen. So muss sich das iPhone beispielsweise an einem bereits bekannten Ort befinden oder es gibt eine zeitliche Verzögerung von einer Stunde. Im letzten Fall hat man beim Ändern des Passworts der Apple-ID genügend Zeit, zu reagieren.

Face ID oder Touch ID notwendig

Für die folgenden Aktionen muss man sich nach der Aktivierung des neuen Sicherheitsfeatures zwingend mit Face ID oder Touch ID identifizieren:

  • Im iCloud-Schlüsselbund gespeicherte Passwörter oder Passkeys anzeigen/verwenden.
  • Beantragen einer neuen Apple Card.
  • Anzeigen einer virtuellen Apple Card-Karte in der Wallet.
  • Verloren-Modus ausschalten.
  • Alle Inhalte und Einstellungen löschen.
  • Durchführen bestimmter Apple Cash- und Savings-Aktionen in der Wallet.
  • Verwendung der in Safari gespeicherten Zahlungsmethoden.
  • Verwenden Sie Ihr iPhone, um ein neues Gerät einzurichten.

Face ID oder Touch ID plus einstündige Verzögerung

Die erwähnte einstündige Sperre gilt bei Optionen, die tiefgreifende Änderungen der Apple-ID zur Folge haben können:

  • Ändern Sie Ihr Apple-ID-Passwort.
  • Aktualisieren ausgewählter Sicherheitseinstellungen des Apple-ID-Kontos, einschließlich Hinzufügen oder Entfernen eines vertrauenswürdigen Geräts, einer vertrauenswürdigen Telefonnummer, eines Wiederherstellungsschlüssels oder eines Wiederherstellungskontakts.
  • Ändern Sie Ihren iPhone-Passcode.
  • Hinzufügen oder Entfernen von Face ID oder Touch ID.
  • Die „Wo ist?“-App deaktivieren.
  • Deaktivieren des Schutzes vor gestohlenen Geräten.

Apple sagt, dass es in den nächsten Wochen ein Support-Dokument geben wird, in welchem man den Schutz von verlorenen bzw. gestohlenen Geräten ausführlich erklärt. Wir bleiben an dem Thema dran und halten euch auf dem Laufenden.

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