Apple entfernt Apps mit dubiosen Abo-Modellen aus dem App Store
Bei Techcrunch und Forbes hat man kürzlich eine Liste mit Apps veröffentlicht die mit fragwürdigen Abo-Modellen arbeiten. Jetzt hat Apple reagiert und viele der benannten Apps aus dem App Store entfernt.

Wer im App Store auf der Suche nach neuen Apps ist erkennt eigentlich auf den ersten Blick ob für die Software Folgekosten anfallen können: Bei kostenlosen Apps steht im Download-Button lediglich "Laden"; solche Programme kosten weder wenn man sie herunterlädt noch gibt es In-App-Käufe. Werden In-App-Käufe angeboten wird dies unter dem Lade-Button dementsprechend angezeigt. Gleiches gilt für Bezahl-Software: Der Button für den Download enthält dann den Kaufpreis, eventuelle In-Apps werden wie bei den Gratis-Apps darunter angezeigt.
In letzter Zeit gibt es allerdings mehr und mehr Programme die sich als kostenlose Apps ohne In-App-Käufe tarnen. Nach dem ersten Start der App werden dann eine Free Trial-Phase und ein Abo-Modell vorgeschlagen. Grundsätzlich ist gegen solch eine Geschäftspraktik nichts einzuwenden, wäre da nicht die Tatsache dass manche Apps den Nutzer regelrecht in eine Abo-Falle drängen.
So zum Beispiel die App "QR Code Reader": Schon drei Tage nach der ersten Installation geht die App in den Abo-Modus über - und das ganz automatisch. Die Folgekosten belaufen sich beim QR Code Reader auf 156 US-Dollar im Jahr für eine Funktion die seit iOS 11 jedes iPhone und iPad beherrscht. Eine weitere App die von Forbes und Techcrunch angeprangert wurde ist die "Scanner App". Auch hier greift das Abo-Modell bereits nach drei Tagen ohne Zutun des Nutzers, was bis zu 4,99 Dollar pro Monat kosten kann. Zwar verweisen die Entwickler der Scanner App auf das Kleingedruckte, laut den Apple-Richtlinien für den App Store muss ein anstehendes Abonnement jedoch innerhalb der App angezeigt werden.
Das gleiche Muster findet sich beim Entwickler der Apps "Weather Alarms" und "Translate Assistant": Während der Übersetzer mit ähnlichen Methoden wie der QR Code Reader oder die Scanner App automatisch und ohne Warnung in ein Abo übergeht das 32 Dollar pro Monat kostet arbeitet Weather Alarms mit etwas perfideren Methoden, denn hier wurde bewusst mit einem geschickt gewähltem dunklen Muster der Schließen-Button der Abo-Box ausgeblendet. So wurde der Button wie es die Apple-Richtlinien verlangen zwar eingeblendet, war aber unsichtbar.
Die fragwürdigen Apps hat Apple mittlerweile aus dem App Store verbannt, und auch in Zukunft werden es Entwickler die Nutzer mit ähnlichen Abo-Modellen bezahlen lassen wollen etwas schwerer haben ihre Software durch den Zertifizierungsprozess zu bekommen.



Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apps.

Drei Nutzer verklagen Apple wegen 1,8 Millionen Dollar Verlust durch Fake-App
Drei Kläger werfen Apple vor, durch mangelnde Kontrollen im App Store fast zwei Millionen Dollar an Bitcoin verloren zu haben. Der Erfinder der echten Sparrow Wallet hatte die Fälschungen vergeblich angezeigt.

AppleCare One startet in Deutschland: Drei Geräte für 20,99 Euro im Monat
Ab dem 4. August 2026 bietet Apple in Deutschland ein gebündeltes Schutzabonnement für mehrere Produkte an. Bis zu drei Geräte lassen sich für einen Basispreis von 20,99 Euro monatlich absichern, wobei auch ältere Bestandsmodelle zugelassen sind.

iPhone 20: Apple plant radikales Design-Update zum Jubiläum
Zum zwanzigsten Geburtstag des iPhones soll Apple das Design grundlegend überarbeiten. Das neue Modell soll ein durchgehendes Glasgehäuse erhalten und die Bedienung durch haptische Tasten revolutionieren.

Apple verschiebt KI-Brillen-Start auf 2027
Apple zeigt seine Smart Glasses nun auf der WWDC 2027. Der Verkauf startet Ende 2027, da Datenschutz und ein App-Ökosystem noch aufgebaut werden müssen.

Apple-Strategie-Wende, KI-Integration und regulatorischer Druck: KW 30 im Rückblick
Apple bricht mit etablierten Veröffentlichungszyklen, die Software-Entwicklung priorisiert Effizienz und künstliche Intelligenz, während regulatorische Eingriffe die globalen Lieferketten unter Druck setzen.

Apple teilt iPhone-18-Generation in zwei Launch-Wellen
Apple bricht mit der Tradition des simultanen September-Launches. Die iPhone-18-Generation kommt in zwei Wellen: Die Pro-Modelle starten im Herbst 2026, die günstigeren Varianten folgen erst im Frühling 2027.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.