Apple führt Social-Media-Kategorie für Elternsteuerung ein

Apple bereitet die kommende Elternsteuerung in iOS 27 vor und passt dazu den Fragebogen in App Store Connect an. Entwickler müssen künftig offenlegen, ob ihre Anwendungen Social-Media-Features enthalten. Diese Information fließt direkt in die Altersfreigabe ein und sorgt für eine automatische Einordnung in eine neue Kategorie.
Die Maßnahme betrifft nicht nur klassische Social-Media-Plattformen, sondern auch Spiele mit vergleichbaren Interaktionsmöglichkeiten. Apple will damit Eltern eine differenziertere Kontrolle über die Mediennutzung ihrer Kinder ermöglichen.
Neue Fragen im Fragebogen
Seit dem 9. Juli 2026 können Entwickler die zusätzlichen Fragen bereits freiwillig beantworten. Apple definiert Social-Media-Fähigkeiten als die technische Möglichkeit, nutzergenerierte Inhalte über einen Feed oder vergleichbare Entdeckungsmethoden zu verbreiten, zu teilen oder zu kommentieren.
Diese Definition umfasst sowohl klassische Social-Media-Apps als auch Spiele, die ähnliche Interaktionsmöglichkeiten bieten. Ein wichtiger Ausnahmefall gilt für Anwendungen, die ihre Social-Media-Funktionen explizit für Nutzer unter 13 Jahren deaktivieren. Solche Programme werden für diese Altersgruppe nicht der Social-Media-Kategorie zugerechnet.
Die Beantwortung erfolgt rein funktionsbasiert und lässt sich nicht manuell überschreiben. Apple legt Wert darauf, dass die Klassifizierung auf den tatsächlichen Funktionen der Anwendung basiert und nicht auf subjektiven Einschätzungen der Entwickler.
Automatische 13-plus-Einstufung
Bestätigt ein Entwickler Social-Media-Funktionen, erfolgt eine automatische Zuordnung zur Social-Media-Kategorie für die Elternsteuerung. Diese Einordnung gilt unabhängig von der im Store gewählten Kategorie und wird vom System festgelegt.
Gleichzeitig erhalten alle betroffenen Apps automatisch eine Mindestaltersfreigabe von 13 Jahren. Auf der Produktseite im App Store erscheint für diese Anwendungen ein neuer Inhaltsdeskriptor mit der Bezeichnung Social Media.
Die Kategorisierung dient ausschließlich der funktionsbasierten Einordnung für die Elternsteuerung und kann vom Entwickler nicht geändert werden. Dies betrifft sowohl reine Apps als auch Spiele mit Feed-Strukturen.
Vorbereitung auf iOS 27
Die Anpassung des Fragebogens legt den Grundstein für die Funktion Zeitkontingente in der kommenden iOS-Version. Mit dieser Funktion können Eltern die tägliche Nutzungsdauer ihrer Kinder in verschiedenen Bereichen granular begrenzen.
Betroffen sind dabei die Kategorien Unterhaltung, Spiele und Social Media. Die Zeitkontingente ermöglichen eine differenziertere Steuerung als bisherige Bildschirmzeitfunktionen.
Eltern können für jeden Bereich separate Limits festlegen, was eine individuellere Kontrolle der Mediennutzung erlaubt. Die technische Voraussetzung dafür ist die korrekte Kategorisierung aller Apps nach ihren tatsächlichen Funktionen.
Fristen für Entwickler
Die freiwillige Vorschauphase endet mit dem Beginn der Pflichtphase im September 2026. Ab diesem Zeitpunkt müssen alle neuen App-Einreichungen und Updates den vollständigen Fragebogen ausfüllen.
Dies gilt ebenfalls für die Notarisierung von Apps, die über alternative Vertriebswege außerhalb des App Store angeboten werden. Entwickler haben somit noch einige Monate Zeit, ihre Metadaten anzupassen und die neuen Fragen zu berücksichtigen.
Die Frist betrifft alle Einreichungen gleichermaßen, unabhängig von der bisherigen Altersfreigabe oder der gewählten Store-Kategorie. Eine nachträgliche Korrektur ist nach der Einreichung möglich, solange die App noch nicht freigegeben wurde.
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