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Fortnite kehrt in den App Store zurück – Epic nutzt Supreme-Court-Aussage

Epic Games hat Fortnite in fast allen Ländern wieder im App Store veröffentlicht. Der strategische Move nutzt eine aktuelle Aussage Apples vor dem US-Obersten Gerichtshof im laufenden Antitrust-Kampf.

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AppTickerTeam
19.05.20264 Min. Lesezeit
Fortnite kehrt in den App Store zurück – Epic nutzt Supreme-Court-Aussage
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Fortnite ist wieder im App Store verfügbar – diesmal in fast allen Ländern weltweit. Epic Games hat das Spiel auf iOS-Geräten erneut hochgeladen, nachdem es seit 2020 infolge des eskalierten Rechtsstreits mit Apple nicht mehr im Store gelistet war. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Epic begründet die Rückkehr mit einer aktuellen Aussage Apples vor dem US-Verfassungsgericht, die den laufenden Antitrust-Prozess neu aufmischt. CEO Tim Sweeney spricht von einem Wendepunkt im Kampf gegen die App-Store-Gebührenstruktur des iPhone-Herstellers. Die weltweite Verfügbarkeit gilt als strategischer Hebel in einem Rechtsstreit, der sich seit Jahren über mehrere Gerichtsbarkeiten zieht und die Zukunft digitaler Vertriebsmodelle auf Mobilgeräten maßgeblich beeinflussen könnte.

Supreme-Court-Auslöser

Der unmittelbare Auslöser für die weltweite Veröffentlichung ist eine Erklärung, die Apple selbst vor dem Obersten Gerichtshof der USA abgegeben hat. In den dortigen Akten vermerkte der iPhone-Hersteller, dass Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt diesen Fall beobachten, um zu bestimmen, welchen Provisionsanspruch Apple bei abgedeckten Käufen in großen Märkten außerhalb der Vereinigten Staaten erheben darf. Epic Games hat diese Passage als Signal gewertet: Apple räume implizit ein, dass die Kommissionssätze auf dem App Store international nicht unumstritten sind und politisch hinterfragt werden könnten. Die Rückkehr von Fortnite soll nun genau diese Unsicherheit nutzen. Epic geht davon aus, dass eine bevorstehende gerichtliche Anordnung zur Offenlegung der App-Store-Kostenstrukturen die politische Wahrnehmung in den betroffenen Märkten verändern wird. Die Ninth Circuit Court of Appeals hatte Ende April eine einstweilige Verfügung aufgehoben, die Apple erlaubt hatte, die Umsetzung der Urteile zu verzögern. Damit läuft das Verfahren vor Richterin Yvonne Gonzalez Rogers weiter, die über die Höhe der provisorischen Provisionen entscheiden soll.

Strategischer Druckaufbau

Tim Sweeney hat die Rückkehr von Fortnite auf iOS klar als strategischen Provokationsakt gerahmt. In einer Mitteilung auf der Plattform X bezeichnete er den Schritt als den Anfang vom Ende der Apple-Steuer weltweit. Epic Games argumentiert, dass die Veröffentlichung ohne Zahlung von App-Kommissionen erfolgen werde – über externe Links und alternative Bezahlmethoden, wie sie bereits seit der Wiedereinführung in den USA im Mai 2025 praktiziert werden. Das Unternehmen geht davon aus, dass die bevorstehende gerichtliche Transparenzpflicht Apple zwingen wird, seine tatsächlichen Kosten offenzulegen. Was Epic als Junk Fees bezeichnet, soll nach der Auffassung des Unternehmens weltweit keine politische Duldung mehr finden. Sweeney warf Apple vor, iOS-Funktionen und Gebührenstrukturen gezielt nach Territorien zu fragmentieren und regulatorische Verhandlungen im Verborgenen zu führen. Gleichzeitig verweist Epic auf den regulatorischen Windwechsel in mehreren Schlüsselmärkten: In der Europäischen Union hat die Digital Markets Act bereits Änderungen erzwungen, Japan hat ein eigenes Gesetz zur Öffnung des Mobile-App-Marktes verabschiedet, und auch in Großbritannien laufen Untersuchungen gegen Apples Vertriebspraktiken. Epic sieht sich in einer starken Position und kündigt an, den Kampf in jeder Gerichtsbarkeit fortzusetzen.

Australien bleibt außen vor

Ein Land bleibt von der weltweiten Rückkehr ausgenommen: Australien. Dort hat Epic Games ein Gerichtsverfahren gewonnen. Ein australischer Richter hatte festgestellt, dass zahlreiche Entwicklerbedingungen von Apple rechtswidrig sind. Dennoch setzt Apple die entsprechenden Bestimmungen weiterhin durch und hat Fortnite nicht wieder freigegeben. Epic Games begründet den Verzicht auf eine Veröffentlichung damit, dass man nicht unter einer illegalen Zahlungsvereinbarung zurückkehren könne. Das Unternehmen erwartet eine gerichtliche Anordnung, die Apple zur Umsetzung des Urteils zwingt, bis Fortnite auch in Australien wieder verfügbar sein wird. Die australische Situation unterstreicht, dass der Rechtsstreit nicht nur auf der Ebene der US-Gerichte ausgetragen wird, sondern in mehreren Ländern parallel läuft – mit unterschiedlichen Ergebnissen und Umsetzungsständen. Während Epic in den USA und Europa zunehmend regulatorische Unterstützung erfährt, bleibt Australien eine der wenigen Regionen, in denen Apple seine Position de facto durchsetzen kann.

Zusammenfassung

Fortnite ist in allen Ländern außer Australien wieder im App Store verfügbar. Epic Games nutzt die Veröffentlichung als strategischen Hebel im laufenden Antitrust-Verfahren gegen Apple. Auslöser war Apples Aussage vor dem US-Obersten Gerichtshof zu weltweit beobachteten Kommissionssätzen. CEO Tim Sweeney spricht vom Anfang vom Ende der Apple-Steuer. Australien bleibt ausgenommen, da Apple ein gewonnenes Urteil nicht umsetzt.

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