Samsung-Patent: Rollbares Smartphone mit beweglichen Kameras für schlankeres Design
Ein neu entdecktes Patent zeigt ein ausziehbares Samsung-Smartphone mit ungewöhnlichem Kameradesign: Die Sensoren verschieben sich gemeinsam mit dem Display – eine Lösung, die das Gehäuse deutlich dünner machen könnte.

Samsung arbeitet offenbar an einem Smartphone mit ausziehbarem Display. Ein neu entdecktes Patent des koreanischen Konzerns zeigt ein Slider-Gerät, bei dem sich die rückseitigen Kameras gemeinsam mit dem beweglichen Bildschirm verschieben. Diese unkonventionelle Anordnung könnte Samsung helfen, das Gehäuse schlanker zu gestalten als bei herkömmlichen Designs. Wie weit die Entwicklung fortgeschritten ist und ob das Gerät jemals auf den Markt kommt, bleibt vorerst unklar. Das Patent wurde bereits 2023 eingereicht, ist aber erst kürzlich öffentlich geworden.
Kameras auf dem beweglichen Teil
Die Designzeichnungen des Patents zeigen ein Smartphone, das nach links ausgezogen wird. Im geschlossenen Zustand wirkt das Gerät wie ein klassisches Barren-Smartphone mit einer Aussparung für zwei Kameras auf der Rückseite. Der entscheidende Unterschied liegt in der Mechanik: Die Kameramodule sind nicht auf dem festen Gehäuseteil montiert, sondern sitzen auf dem ausziehbaren Segment. Beim Verschieben des Displays bewegen sich die Kameras mithin mit. Diese Platzierung hat einen klaren technischen Vorteil. Da die Sensoren nicht auf dem rollbaren Display-Teil sitzen müssen, entfällt der Platzbedarf für dicke Kamerabuckel an der Vorderseite oder an der Oberkante. Samsung könnte so ein deutlich flacheres Profil erreichen, ohne auf die Sensorgröße verzichten zu müssen. Das Patent zeigt keine Details zur Anzahl der Linsen oder zur Auflösung, die Aussparung deutet jedoch auf mindestens zwei Kameras hin. Inoffizielle Konzeptbilder von xleaks7 visualisieren, wie das fertige Gerät aussehen könnte – ein schmales Smartphone mit einer seitlichen Verschiebung, die das Display vergrößert und gleichzeitig die Kameras aus der Aussparung herausführt.
Vergleich mit LG Rollable
Das Prinzip, Kameras an der Seite eines ausziehbaren Smartphones zu platzieren, ist nicht völlig neu. Das unveröffentlichte LG Rollable nutzte eine ähnliche Herangehensweise. Bei dem LG-Konzept waren die Kameras vertikal entlang der Kante des festen Gehäuseteils angeordnet. Der Bildschirm reichte bis auf die Rückseite des Geräts und wurde beim Aufschieben nach vorn gezogen. Samsungs Ansatz unterscheidet sich in der Ausführung: Die Kameras sind hier direkt auf dem beweglichen Segment montiert und nicht an der Seitenkante des Rahmens. Beide Designs verfolgen jedoch dasselbe Ziel – die Kameraanordnung so zu lösen, dass das Display ungestört ein- und ausgerollt werden kann, ohne dass die Sensoren im Weg stehen. Rollbare Displays stellen die Hersteller vor besondere mechanische Herausforderungen. Der Bildschirm muss sich in einer Rolle im Gehäuse verbergen, was Platz kostet. Gleichzeitig dürfen die Kameras die Rollmechanik nicht behindern. Eine seitliche oder bewegliche Platzierung der Sensoren ist daher eine logische Konsequenz, auch wenn sie das Design komplexer macht als bei herkömmlichen Smartphones.
Mehrere Patente und Prototypen
Das Slider-Konzept ist nicht das einzige rollbare Gerät, an dem Samsung arbeitet. Bereits im April vergangenen Jahres wurde ein weiteres Patent entdeckt, das ein kleineres Smartphone im Stil des Galaxy Z Flip zeigte – mit dem Unterschied, dass es sich nicht aufklappen, sondern aufschieben lässt. Auch dieses Design deutet auf ein wachsendes Interesse des Konzerns an alternativen Formfaktoren hin. Zuletzt bestätigte ein als glaubwürdig geltender Leaker, dass Samsung tatsächlich einen Slider-Prototyp entwickelt. Ob aus diesen Konzepten jemals kommerzielle Produkte werden, ist jedoch offen. Samsung hat in der Vergangenheit zahlreiche Patente für faltbare und rollbare Geräte angemeldet, die nie veröffentlicht wurden. Patente schützen Ideen, zwingen den Hersteller aber nicht zur Umsetzung. Die Tatsache, dass ein Prototyp existiert, spricht jedoch dafür, dass das Unternehmen die Technologie ernsthaft prüft. Ein Marktstart bleibt vorerst spekulativ, die technischen Grundlagen scheinen aber im Aufbau zu sein.
Zusammenfassung
Ein neu entdecktes Samsung-Patent zeigt ein ausziehbares Smartphone, bei dem sich die Kameras gemeinsam mit dem Display verschieben. Diese Anordnung könnte das Gehäuse schlanker machen als herkömmliche Designs. Samsung arbeitet an mehreren Konzepten für rollbare Geräte, ein Prototyp wurde bestätigt. Ob und wann ein solches Gerät auf den Markt kommt, ist derzeit ungewiss.
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