Google Meet: Business-Tool für Videokonferenzen ab Mai auch für private Anwender kostenlos
Normalerweise bietet Google seine Plattform "Meet" für Videokonferenzen nur für Business-Kunden an. Ab nächsten Monat öffnet der Konzern das Tool auch für private Anwender - und das kostenlos.

Mit "Meet" hat Google einen Messenger im Programm, der Business-Nutzern Videokonferenzen im großen Stil ermöglicht. Mit bis zu 250 Teilnehmern kann der Videoanruf auf Wunsch auf der eigenen Webseite eingebunden und für bis zu 100.000 Zuschauer live gestreamt werden. Doch der Dienst hat seinen Preis, Google lässt sich "Meet" im Rahmen eines Monats- oder Jahresabonnements bezahlen.
Da viele konkurrierende Anbieter wie zum Beispiel Skype, Zoom oder Facebook ihre Messenger in den letzten Wochen und Monaten immer weiter ausgebaut haben, und so ein deutliches Plus bei den Nutzerzahlen verzeichnen, hat sich Google dazu entschlossen, "Meet" auch für private Anwender freizugeben.
Kostenlos & bis September ohne Beschränkungen
Wie Google in einem Blogeintrag mitteilt, erfolgt die Freischaltung für private Nutzer schon ab Mai. Der Dienst wird allerdings nicht von Anfang an für alle Google-Konten freigeschaltet, sondern peu à peu ausgerollt. Das bedeutet, es kann noch ein paar Wochen dauern, bis Meet für euch aktiviert wurde. Google bietet interessierten Nutzern an, sich über die Freischaltung informieren zu lassen.
Im Vergleich zur Business-Lösung wird es aber weiterhin einen großen Unterschied geben. Das kostenlose Meet erlaubt Anrufe bis zu einer Dauer von 60 Minuten. Danach wird die Verbindung getrennt und man muss das Gespräch neu starten. Der Ankündigung kann man aber entnehmen, dass Google das Zeitlimit erst ab Oktober einführt. Gespräche bis zum 30 September 2020 können unbegrenzt und mit nahezu allen Features der Business-Version geführt werden.
Google Meet funktioniert auf allen Computern via Browser, es gibt aber auch praktische Apps für das iPhone oder iPad. Ob sich Meet im Apple-Ökosystem gegen die Messenger der Konkurrenz durchsetzten kann, ist fraglich. In seiner aktuellen Version erhalten die Apps bei den Bewertungen lediglich 1,6 von 5 Sterne.
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