iOS 15.4: Wie Face ID mit Gesichtsmaske funktioniert
Die erste Beta von iOS 15.4 beinhaltet die Möglichkeit, das iPhone per Face ID trotz aufgesetzter Gesichtsmaske zu entsperren. Bisher war für diesen Vorgang das Zusammenspiel mit einer Apple Watch erforderlich.

Sie gehören seit mittlerweile fast zwei Jahren zum Alltagsbild auf der ganzen Welt. Anfangs noch in bunten Farben und unzähligen Stoffen, dominieren mittlerweile die OP-oder FFP2-Masken das Bild auf den Straßen, im Geschäft oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Egal aus welchem Stoff oder in welchen Farben - Face ID quittiert den Dienst, sobald das Erkennungsmodul keine freie Sicht auf das Gesicht des Nutzers erhält. Mit der Veröffentlichung von iOS 14.5 im vergangenen Jahr verbesserte sich zumindest die Situation für Besitzer einer Apple Watch. Allerdings hat auch diese Erleichterung einen Haken: Unberechtigte Dritte könnten das iPhone entsperren, solange sich der rechtmäßige Besitzer mit der Apple Watch in unmittelbarer Nähe befindet.
Die erste Vorabversion von iOS 15.4 bringt nun ein weitere Verbesserung mit sich, sodass Nutzer das iPhone mit aufgesetzter Maske auch ohne Zutun einer Apple Watch entsperren können.
Scan der Augenpartie
Wer auf seinem iPhone den optionalen Maskenmodus aktiviert, erhält vom System weitere Informationen, wie die Technik der Gesichtserkennung funktioniert. Demnach nutze Face ID zur Identifizierung des Nutzers einzigartige Merkmale rund um die Augenpartien. Außerdem müssen die Augen beim Entsperrvorgang geöffnet sein, mit geschlossenen Augen wird der Vorgang abgebrochen.
Um die erleichterte Entsperrung nutzen zu können, bedarf es eines neuen Gesichtsscan, der die obere Gesichtshälfte im Vergleich zur gesamten Gesichtspartie detaillierter aufnimmt.
Ebenfalls neu: Brillenträger erhalten die Möglichkeit, weitere Brillen hinzuzufügen. Ein Wechsel der Sehhilfe kann ebenfalls dazu führen, dass Face ID den Zugriff verweigert. Mit einem weiteren Scan lassen sich nun weitere Brillen anlernen. Sonnenbrillen werden jedoch, entgegen erster Annahmen, nicht unterstützt. Apple erklärt dazu, dass durch dunkle oder spiegelnde Gläser kein Augenkontakt hergestellt werden kann.
Nur für iPhone 12 und 13
Wer sich nun freut, die Maske im Supermarkt nicht ständig nach unten ziehen zu müssen, um das Smartphone zu entsperren, sollte bedenken, dass die Technik nur auf den neuesten Geräten funktioniert. In der Liste der unterstützten Geräte tauchen nur die Modelle des iPhone 12 und des iPhone 13 auf. Besitzer eines iPhone 11, das ebenfalls mit Gesichtserkennung ausgestattet ist, gucken dagegen in die Röhre.
Bei aller Freude auf den bevorstehenden Komfort: Apple weist daraufhin, dass Face ID am zuverlässigsten arbeiten kann, wenn das gesamte Gesicht zum Scan zur Verfügung steht.
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