Apples Kamera-AirPods werden wohl schlicht AirPods Pro heißen

Apples neue Kamera-AirPods stehen offenbar kurz vor der Vorstellung, doch bis zur offiziellen Ankündigung bleibt die wichtigste Frage offen: Wie wird das Gerät heißen? Die teils widersprüchlichen Gerüchte der vergangenen Monate dürften genau dafür verantwortlich sein, dass sich die Namensfrage so lange nicht klären ließ. Nun deutet ein Eintrag in einer macOS-Version darauf hin, wie Apple die Kopfhörer einordnen will.
Die Antwort könnte dabei mehr verraten, als auf den ersten Blick sichtbar ist, denn sie spricht auch über die Preisfrage.
Zwei Codenamen, ein Start in Sicht
Fast alle Gerüchte rund um die Kamera-AirPods drehten sich lange um das Modell mit dem internen Codenamen B798. Mark Gurman von Bloomberg meldete im Juni, dass Probleme mit Siri AI den Start verzögert hätten; ein Marktstart wurde damals erst für September 2027 erwartet, gemeinsam mit dem Jubiläums-iPhone zum 20-jährigen Bestehen. Anfang August korrigierte der Journalist den Zeitplan deutlich: Apple stehe kurz vor der Vorstellung von Kamera-AirPods mit dem Codenamen B790, deutlich früher, als die zuvor gemeldete Verschiebung auf 2027 vermuten ließ.
Laut Gurman wurden B790 und B798 parallel entwickelt, was dem internen Umgang Apples mit konkurrierenden Versionen desselben Produkts entspricht. B790 liegt näher am Marktstart, ob es zwischen den beiden Modellen Unterschiede gibt, ist unklar. Das Gesamtbild deutet darauf hin, dass die Kamera-AirPods in diesem Jahr erscheinen. Die Kamera selbst dient dabei nicht zum Fotografieren oder Filmen, sondern speist Siri AI mit visuellen Informationen und soll so eine einfachere Version von Visual Intelligence ermöglichen.
AirPods Ultra oder doch AirPods Pro
MacRumors hat in macOS Tahoe 26.7 eine Datei entdeckt, die auf die neuen Kamera-AirPods verweist und mit „AirPods Pro“ beschriftet ist. Das Label spricht dafür, dass das Gerät Teil der Pro-Familie wird, statt ein eigenständiges „AirPods Ultra“-Produkt zu begründen. Wie bereits bei den in macOS 26.7 aufgetauchten AirPods 5 liefert die Software damit einen konkreten Hinweis auf kommende Hardware.
Vollständig ausgeschlossen ist „AirPods Ultra“ damit nicht, denn das Label könnte ein Platzhaltername sein. Gegen diese Theorie spricht jedoch, dass Apple ein komplettes Video der neuen Kopfhörer in der Software platziert hat, wie es bereits in der Beta zu sehen war. Für einen bloßen Platzhalter wäre ein solcher Aufwand kaum zu erklären. Dass Apple ein solches Video bereits bereitstellt, lässt zudem einen nahe anstehenden Start vermuten.
Preis dürfte nahe am Vorgänger bleiben
Der „Ultra“-Name war im Gespräch, seit Mark Gurman im März berichtete, dass Apple die Bezeichnung für mehrere Geräte prüft: ein faltbares iPhone Ultra, AirPods Ultra und ein MacBook Ultra mit OLED-Display. Damals lag die Überlegung nahe, dass die Kamera-AirPods teurer werden sollten als die AirPods Pro 3, die in den USA 249 Dollar kosten, weshalb der „Ultra“-Name ins Spiel kam.
Die „Pro“-Bezeichnung in der macOS-Datei lässt sich nun als Hinweis deuten, dass der Preis des neuen Modells nicht weit über dem aktuellen Flaggschiff liegen wird. Wer auf ein deutlich teureres Topmodell spekuliert hatte, bekommt mit dem Label also ein anderes Signal.
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