Apple stellt das iPhone-Glas-Design doch ein

Apple steht vor einer unangenehmen Entscheidung in der Lieferkette. Das Analysehaus Jefferies stuft die Bewertung der Aktie herab und verweist auf ein gestrichenes Design-Projekt. Gleichzeitig drücken steigende Bauteilkosten auf die Gewinnmargen. Der Analyst Edison Lee sieht in der aktuellen Entwicklung ein Warnsignal für die kommenden Jahre.
Jefferies stuft Apple-Aktie ab
Das Wall-Street-Analysehaus Jefferies hat die Einstufung der Apple-Aktie von „Hold“ auf „Underperform“ geändert. Analyst Edison Lee senkte das Kursziel von 285 auf 263 US-Dollar. Die herabgestufte Bewertung signalisiert, dass das Unternehmen nach Ansicht des Hauses kurzfristig unter Druck geraten könnte. Lee begründet die Entscheidung mit mehreren negativen Faktoren in der Produktentwicklung und Lieferkette.
Apple streicht das iPhone-Glas-Design
Im Mittelpunkt der Kritik steht die angebliche Einstellung des iPhone-Glas-Designs zum 20. Jubiläum des Smartphones. Das geplante Modell sollte im September 2027 erscheinen und ein vollständig aus Glas gefertigtes Gehäuse erhalten. Untersuchungen in der Lieferkette deuten darauf hin, dass die Produktionsausbeute zu niedrig ausfiel und das Projekt daher gestoppt wurde. Apple hätte das Glas-Gerät ursprünglich mit einem geschätzten Verkaufspreis von 2060 US-Dollar positionieren wollen. Später sollte die Technologie auf die Pro- und Pro-Max-Modelle ausgeweitet werden, um die Margen nachhaltig zu steigern.
Folgen für Preise und Margen
Jefferies reagierte auf die gestrichene Glas-Variante mit einer deutlichen Korrektur der Preisprognosen. Das erwartete jährliche Wachstum des durchschnittlichen iPhone-Verkaufspreises wurde von neun auf 6,1 Prozent gesenkt. Der Prognosezeitraum erstreckt sich von 2026 bis 2031 und zeigt, dass Apple seine Strategie zur Preiserhöhung überarbeiten muss. Ohne das Premium-Glasmodell verliert das Unternehmen einen wichtigen Hebel, um die Durchschnittspreise der Pro-Serie anzuheben.
Speicherkosten und faltbares iPhone
Neben dem entfallenen Design-Projekt belasten steigende Speicherpreise die Gewinnmargen zusätzlich. Lediglich das iPhone 19 Pro Max soll mit 16 GB Arbeitsspeicher ausgestattet werden, während zusätzliche vier Gigabyte RAM die Stücklistenkosten aktuell um 60 bis 70 Dollar erhöhen. Sollte sich der Teuerungstrend fortsetzen, könnte Apple die RAM-Aufrüstung im Geschäftsjahr 2027 ganz streichen. Jefferies deutet dies als Zeichen für begrenzte Fortschritte bei Apple Intelligence.
Das faltbare iPhone bleibt nun die letzte Hoffnung für signifikant höhere Verkaufspreise. Das Modell wird voraussichtlich einen Einstiegspreis von über 2000 Euro haben, während die Top-Ausführung mit zwei Terabyte Speicher über 3000 Euro kosten soll. Jefferies prognostiziert für das Geschäftsjahr 2028 einen Absatz von 14 Millionen Stück.


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