Amazon Prime Air: So sieht die Lieferdrohne aus und das kann sie
Vor zwei Jahren kündigte Amazon an, Drohnen für die Auslieferung von kleinen und leichten Paketen einzuführen. Laut dem Gründer und Chef von Amazon Jeff Bezos werde das Vorhaben in den USA in den nächsten 4-5 Jahren umgesetzt und die Drohnen sollen Pakete mit maximal 2,5kg in einem Radius bis zu 16km ausliefern können. Eine halbe Stunde nach der Bestellung soll die Lieferung mit dem Service Prime Air so schon beim Kunden ankommen, so das Versprechen..
Nun hat Amazon eine derartige Drohne der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein Werbevideo zeig die Auslieferung einer Bestellung durch die Drohne und der frühere BBC-Moderator Jeremy Clarkson erklärt ihre Leistungsfähigkeit. Demnach fliegt diese Drohne in etwa 100m Höhe und hat eine Reichweite von 24km bei einer Geschwindigkeit von etwa 80km/h. Während des Fluges kann sie dabei selbständig Hindernissen ausweichen.
Die Drohne startet und landet dabei senkrecht wie ein Helikopter und nach dem Aufsteigen fliegt sie dann wie ein Starrflügler dank eines zusätzlichen Schubpropellers am Ende. Laut den Angaben von Amazon wiegt die Drohne dabei unter 55 Pfund, was umgerechnet unter 25 kg liegt.
Wie die Financial Times schreibt, wurde Amazon im April dieses Jahres von der US-Flugbehörde die Erlaubnis erteilt, Drohnen für Auslieferungszwecke zu testen, solange diese unterhalb von etwa 120m fliegen und dabei Geschwindigkeiten von 160km/h nicht überschreiten. Weiterhin müssen die Drohnen dicht besiedelte Gebiete meiden und in Sichtweite des steuernden Piloten blieben.
Rein rechtlich gesehen darf Amazon also die Drohnen in den USA noch gar nicht auf die beworbene Weise mit zweistelligen km-Reichweiten einsetzen. Wann Amazon dafür die Erlaubnis bekommt, ist derzeit unklar. In Deutschland ist es auch nicht erlaubt, zivile Drohnen außerhalb der Sichtweite des Piloten zu betreiben, sodass ungewiss ist, ob und wann eine Einführung von Amazon Prime Air in Deutschland stattfinden wird.
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