Apps · App Store

App Store: Preiserhöhungen von Abos erfordern künftig wieder die aktive Zustimmung des Nutzes (Update)

Seit drei Jahren laufen Abos, die über den App Store gebucht wurden, bei Preiserhöhungen automatisch weiter. Für deutsche Kunden ändert sich das ab August: Dann muss der Nutzer dem Ganzen aktiv zustimmen oder das Abo wird beendet.

A
AppTickerTeam
04.08.20253 Min. Lesezeit
App Store: Preiserhöhungen von Abos erfordern künftig wieder die aktive Zustimmung des Nutzes (Update)
Banner-Werbung
Leaderboard · 970 × 250 / 728 × 90

Foto-Credits: Apple


Update:

Mit dem heutigen Tag hat Apple die automatischen Verlängerungen von Abonnements gestoppt. Bevor ein Anbieter ein Abo zu einem höheren Preis fortführen kann, ist die aktive Zustimmung des Nutzers notwendig.

In Deutschland, Polen und Österreich ist die simple Push-Nachricht, über die man der Preiserhöhung nicht widersprechen konnte, ab sofort Geschichte. Stattdessen wird jetzt explizit gefragt, ob man das Abo zu den neuen Konditionen fortsetzen möchte. Auch ein „X“-Button muss vorhanden sein, um den Dialog einfach schließen zu können.

Ursprünglicher Artikel vom 19. Mai 2025:

Egal ob Netflix, Spotify, Amazon Prime oder Apple Music: Nimmt ein Anbieter bei einem über den App Store gebuchten Abo, das sich automatisch verlängert, eine Preiserhöhung vor, muss der Kunde dieser nicht unbedingt zustimmen. Das Abo läuft zum neuen Preis weiter, bis es gekündigt wird. Da kann es schnell passieren, dass man noch einen weiteren Monat bezahlen muss, obwohl man den Dienst zum neuen Preis gar nicht mehr weiter nutzen möchte.

Möglich machte das eine Änderung der Richtlinien des App Stores, die Apple im Mai 2022 vorgenommen hatte. Doch damit ist ab dem 4. August dieses Jahres Schluss – zumindest in Deutschland, Polen und Österreich. Die drei Länder gehören nämlich zu den Regionen, in denen für Preisänderungen künftig wieder eine Zustimmung erforderlich ist.

Ohne Zustimmung wird das Abo durch Apple gekündigt

Kommt es ab August bei einem Abo mit automatischer Verlängerung zu einer Preiserhöhung, erhält der Nutzer vorab eine Information per E-Mail, In-App- oder Push-Nachricht. Ignoriert man die Mitteilung, kündigt Apple das Abo zum Ende des Abrechnungszeitraums.

Im Developer-Bereich sind die neuen Richtlinien detailliert aufgeführt:

  • Preiserhöhungen mit einem Startdatum ab dem 4. August: Alle Kunden müssen dem neuen Preis zustimmen. Stimmt ein Abonnent dem neuen Preis nicht zu oder unternimmt er keine Maßnahmen, wird Apple ihn bis zum Ablauf des Abonnements am Ende des aktuellen Abrechnungszeitraums etwa wöchentlich per E-Mail, Push-Benachrichtigungen und In-App-Nachrichten um seine Zustimmung bitten.
  • Bei Preiserhöhungen mit einem Startdatum vor dem 4. August: Die aktuellen Kündigungskriterien bleiben auch dann gültig, wenn die Verlängerung nach dem 4. August erfolgt (bei Jahresabonnements kann die Verlängerung bis August 2026 erfolgen).

Wie bereits erwähnt, gilt die neue Regel nur für Abos, die über den App Store gebucht wurden und über den Apple Account bezahlt werden. Darüber hinaus rät der Konzern Anbietern von Abonnements, zwischen dem 2. und 4. August keine Preiserhöhungen vorzunehmen, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

App Store: Preiserhöhungen von Abos erfordern künftig wieder die aktive Zustimmung des Nutzes (Update)
App Store: Preiserhöhungen von Abos erfordern künftig wieder die aktive Zustimmung des Nutzes (Update)
Banner-Werbung
Inline · Billboard 970 × 250

Das könnte dich auch interessieren

Weitere Geschichten aus Apps.

Alle Apps →
App Store Review-Prozess: Entwickler warnt vor Betrug
App Review

App Store Review-Prozess: Entwickler warnt vor Betrug

Jeff Johnson deckt gefälschte Bewertungen bei TabControl Extension auf und warnt vor Lücken im App Store Review-Prozess.

Vor 54 Min3 Min
Telegram-Entfernung aus dem App Store: Durov entlarvt Erpressungsnetzwerk
Apps

Telegram-Entfernung aus dem App Store: Durov entlarvt Erpressungsnetzwerk

Die Messenger-App stand in der Nacht zum 5. August kurzfristig nicht mehr zum Download bereit. Während Apple auf verbotene Inhalte verwies, macht Telegram-Chef Pavel Durov kriminelle Erpresser verantwortlich.

05.08.20263 Min
Telegram kurzzeitig aus dem App Store entfernt
Apps

Telegram kurzzeitig aus dem App Store entfernt

Die Messaging-App Telegram war am 3. August 2026 für kurze Zeit weltweit aus dem App Store verschwunden. Apple handelte wegen Verstößen gegen die Richtlinien zum Schutz vor sexuellem Missbrauch von Kindern.

04.08.20263 Min
Apple Services: Erstmals seit 2022 sinkt der Quartalsumsatz
Apple

Apple Services: Erstmals seit 2022 sinkt der Quartalsumsatz

Apple verzeichnet im dritten Quartal 2026 erstmals seit vier Jahren einen Rückgang im Services-Geschäft. Regulatorische Hürden weltweit und ein starker Vergleichswert aus dem Vorjahr belasten die Zahlen.

31.07.20263 Min
Apple kritisiert britischen App-Store-Plan der CMA
Apple

Apple kritisiert britischen App-Store-Plan der CMA

Apple hat seine Position zu den aktuellen Plänen der britischen Wettbewerbsbehörde deutlich gemacht. Das Unternehmen lehnt die vorgeschlagene Lockerung der Zahlungsabwicklung im App Store als unzulässige Einmischung ab.

30.07.20263 Min
Drei Nutzer verklagen Apple wegen 1,8 Millionen Dollar Verlust durch Fake-App
Apps

Drei Nutzer verklagen Apple wegen 1,8 Millionen Dollar Verlust durch Fake-App

Drei Kläger werfen Apple vor, durch mangelnde Kontrollen im App Store fast zwei Millionen Dollar an Bitcoin verloren zu haben. Der Erfinder der echten Sparrow Wallet hatte die Fälschungen vergeblich angezeigt.

27.07.20263 Min

Kommentare

Sei der Erste, der hier kommentiert.

Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.

News & Schnäppchen — jeden Freitag in deiner Inbox.

Die wichtigsten App-News und besten Deals der Woche, kuratiert von der Redaktion. Kein Spam.