Apple hat angeblich Interesse am Aufkauf des Musikstreamingdienstes Tidal
Apple Music ist gerade ein Jahr alt geworden und Apple hat vor kurzem auf der WWDC-Keynote ein größeres Update vorgestellt, welches die Bedienung nutzerfreundlicher machen soll. Apple Music steht derzeit aber auch abseits davon im Blickpunkt, da Apple vorgeworfen wird Mitbewerber zu benachteiligen, um den hauseigenen Musikstreamingdienst zu bevorteilen.
Diese Kritik kommt dabei von der US-Senatorin Elizabeth Warren sowie vom schwedischen Musikstreaminganbieter Spotify. Dieser wirft Apple nämlich vor, ein neues Update für die iOS-App zu blockieren und so die eigenen App Store Richtlinien als Waffe gegen die Konkurrenz im Bereich des Musikstreamings zu missbrauchen.
Wie nun vom Wall Street Journal berichtet wird, scheint Apple am Aufkauf des Mitbewerbers Tidal interessiert zu sein. Tidal startete 2014 und wurde Anfang des letzten Jahres vom US-Musiker Jay-Z aufgekauft und dann etwas später im März 2015 neu gestartet. Der Musikstreamingdienst ist dabei auf hohe Tonqualität mit Hilfe von verlustfreier Kompression spezialisiert und ist monatlich für 9,99 Dollar als Normalabo und für 19,99 Dollar als HiFi-Abo mit höchster Tonqualität nutzbar. Derzeit hat der Streamingdienst etwa 4,2 Millionen zahlende Abonnenten, wobei 45% davon das HiFi-Abo nutzen.
Die Gespräche seien dabei noch in einem sehr frühen Stadium und werden wohl kaum Ergebnisse bringen, Apple habe aber Interesse an einem Aufkauf, um den hauseigenen Musikstreamingdienst Apple Music auszubauen., so der Artikel der Wirtschaftszeitung. Die Übernahme eines Konkurrenten dürfte aber natürlich allgemein vorteilhaft für Apple Music sein, und laut den zuständigen Managern von Apple Music ist sowieso ein großer Ausbau des Musikstreamingdienstes geplant. Das Vorbild ist dabei der TV-Musiksender MTV, als dieser in den 80ern und 90er am erfolgreichsten war.
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