Apple kündigt grundlegende Änderungen im App Store an
Obwohl die WWDC-Keynote erst am kommenden Montag stattfinden wird, hat Apples Phil Schiller, der seit dem letzten Dezember für den App Store zuständig ist, in einem Interview schon jetzt anstehende Neuerungen verraten. Diese betreffen dabei sowohl die Nutzer des App Stores die Apps kaufen, als auch Entwickler welche die Apps bereit stellen.
So wird Apple damit anfangen, in den Suchergebnissen auch gesponserte Inhalte anzuzeigen, was das Unternehmen bisher eigentlich immer ablehnte. Man habe dann aber darüber nachgedacht, wie man das Ganze sorgfältig umsetzen kann, damit in erster Linie die Nutzer zufrieden sind. Durch ein spezielles Auktionssystem soll die Fairness gegenüber großen Entwickler-Unternehmen und eigenständigen Entwicklern sicher gestellt werden, so Schiller.
Abos nun auf alle Kategorien im App Store möglich, mehr Geld für Entwickler
Eine weitere Neuerung betrifft die Abofunktion, die nun für alle Kategorien des App Stores möglich sein wird, auch für Spiele. So können Entwickler beispielsweise einen bestimmten Betrag Pro Jahr für die Versorgung mit Updates verlangen, was aufgrund der reingesteckten Arbeit sicher viele Entwickler in Anspruch nehmen werden.
Eine weitere Neuerungen betrifft das 70/30-Modell, das derzeit auch für die Umsätze mit Abos gilt. Derzeit bekommen Entwickler 70% der Umsätze, Apple dagegen 30%. In Zukunft soll hingegen bei Abos die über ein Jahr verlängert werden, die 85/15-Aufteilung gelten. Apple bekommt also nur noch 15% der Umsätze, den Rest die Entwickler.
Die Änderung tritt für alle Abos die über ein Jahr lang laufen schon am 13. Juni in Kraft, für alle anderen Abos und ihre Anbieter tritt diese Änderung erst in diesem Herbst in Kraft. Die Absicht hinter der neuen Aufteilung scheint dabei klar zu sein. So sollen Entwickler angespornt werden, gute Abonnements bereit zu stellen, sodass diese von Nutzern über ein Jahr lang hinaus verlängert werden..
Schnellerer Review-Prozess
Vor etwas über einem Monat wurde berichtet, dass laut einer damals aktuellen Untersuchung der Review-Prozess im Apple App Store deutlich schneller geworden ist. Vor einem Jahr dauerte die Überprüfung mit 9 Tagen im Schnitt noch über eine Woche, während sie mittlerweile auf 2 Tage im iOS-App-Store und 1 Tag im Mac-App-Store gesunken ist.
Auch auf dieses Thema wurde Phil Schiller in dem Interview angesprochen, und dieser gab an, dass der Review-Prozess tatsächlich verbessert wurde. Dieser werde auch in Zukunft bleiben, jedoch dauert die Überprüfung mit dem neuen Modell bei der Hälfte der Apps nur noch 1 Tag und bei 90% der Apps 2 Tage, so Schiller gegenüber The Verge.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apps.

App Store Review-Prozess: Entwickler warnt vor Betrug
Jeff Johnson deckt gefälschte Bewertungen bei TabControl Extension auf und warnt vor Lücken im App Store Review-Prozess.

Telegram-Entfernung aus dem App Store: Durov entlarvt Erpressungsnetzwerk
Die Messenger-App stand in der Nacht zum 5. August kurzfristig nicht mehr zum Download bereit. Während Apple auf verbotene Inhalte verwies, macht Telegram-Chef Pavel Durov kriminelle Erpresser verantwortlich.

Telegram kurzzeitig aus dem App Store entfernt
Die Messaging-App Telegram war am 3. August 2026 für kurze Zeit weltweit aus dem App Store verschwunden. Apple handelte wegen Verstößen gegen die Richtlinien zum Schutz vor sexuellem Missbrauch von Kindern.

Apple Services: Erstmals seit 2022 sinkt der Quartalsumsatz
Apple verzeichnet im dritten Quartal 2026 erstmals seit vier Jahren einen Rückgang im Services-Geschäft. Regulatorische Hürden weltweit und ein starker Vergleichswert aus dem Vorjahr belasten die Zahlen.

Apple kritisiert britischen App-Store-Plan der CMA
Apple hat seine Position zu den aktuellen Plänen der britischen Wettbewerbsbehörde deutlich gemacht. Das Unternehmen lehnt die vorgeschlagene Lockerung der Zahlungsabwicklung im App Store als unzulässige Einmischung ab.

Drei Nutzer verklagen Apple wegen 1,8 Millionen Dollar Verlust durch Fake-App
Drei Kläger werfen Apple vor, durch mangelnde Kontrollen im App Store fast zwei Millionen Dollar an Bitcoin verloren zu haben. Der Erfinder der echten Sparrow Wallet hatte die Fälschungen vergeblich angezeigt.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.