Sonstiges · App Store

Apples Anwalt reagiert auf Spotifys Vorwürfe

Die Auseinandersetzung zwischen dem Musikstreaminganbieter Spotify und Apple spitzt sich zu. Nachdem Spotify Apple öffentlich kritisiert und dem Unternehmen Behinderung des freien Wettbewerbs vorgeworfen hatte, hat sich nun Apples oberster Anwalt mit einem dreiseitigen Brief dazu geäußert. Laut Apples Ansicht verletzte Spotify bewusst die Richtlinien und verlangt für sich eine Ausnahme davon, was wiederum gegen den freien Wettbewerb wäre, da Spotify so einen Vorteil gegenüber den anderen Anbietern erhalten würde.
A
AppTickerTeam
02.07.20163 Min. Lesezeit
Banner-Werbung
Leaderboard · 970 × 250 / 728 × 90

Derzeit herrscht dicke Luft zwischen dem schwedischen Musikstreaminganbieter Spotify und Apple, welches bekanntlich auch selbst mit Apple Music einen Musikstreamingdienst betreibt. Spotify wirft Apple vor, absichtlich ein Update für die iOS-App zu blockieren, um den hauseigenen Musikstreamingdienst zu bevorteilen. Dadurch behindere Apple den freien Wettbewerb, so Spotify.

Dieser Streit hat sich dabei nicht von heute auf morgen entwickelt, sondern über die letzten Wochen. Spotify bewarb erst über die iOS-App eine dreimonatige Testphase des eigenen Musikstreamingdienstes für 99 Cent, wobei der Vertragsabschluss außerhalb der App durchgeführt wurde. Apple drohte daher mit der Entfernung der Spotify-App aus dem iOS App Store, woraufhin Spotify die Werbung abschaltete und mit dem neuen Update auch gleich komplett die Möglichkeit Abos über die App abzuschließen. Dieses Update wird nun nicht durchgelassen, was Spotify für ungerechtfertigt hält.

Apple: Spotify hat mehrmals bewusst die Richtlinien verletzt

Nun hat auch Apple auch auf die Vorwürfe reagiert, und zwar mit einem dreiseitigen Brief den der Anwalt des Unternehmens,  Bruce Sewell, an Spotify sendete. Eine Kopie davon wurde auch Buzzfeednews zugänglich gemacht und kann in dem dazugehörigen Artikel auch vollständig gelesen werden. Wenn man es kurz macht, dann hält Apple die Vorwürfe für aus der Luft gegriffen und sieht eine bewusste Verletzung der Richtlinien durch Spotify.

Die Einleitung des Briefes beginnt aber damit, dass Apple enttäuscht über die öffentlichen Angriffe sei und die Gelegenheit daher zur Klarstellung nutzen möchte. Als erstes hält Apples Anwalt fest, dass Spotify seit 2009 über den iOS App Store 160 Millionen Downloads verzeichnet hat, was dem Musikstreaminganbieter hunderte Millionen US-Dollar an Einnahmen beschert hat. Daher finde es Apple nun beunruhigend, dass Spotify nun für sich Ausnahmen von den App Store Richtlinien verlange.

Diese Richtlinien gelten für alle gleichermaßen und Apple benachteilige weder Spotify, Google Play Music, Pandora, Tidal, Amazon Music oder die ganzen anderen Musikstreaminganbieter. Apple schätze freien Wettbewerb und habe viel Arbeit in den App Store und die damit zusammenhängenden Funktionen gesteckt. Wenn Spotify nun eine Ausnahme verlange, dann würde es gegenüber dem Rest der Konkurrenz einen enormen Vorteil erhalten und das wäre wiederum gegen den freien Wettbewerb, so Apple-Anwalt Sewell.

Auch auf die beiden letzten von Spotify eingereichten Updates geht der Brief ein und erklärt, wieso diese abgelehnt wurden. Das erste Update, das nicht den Richtlinien entsprach, wurde von Spotify am 26. Mai eingereicht und hatte statt der Abos als In-App-Käufe nur noch Anmeldefelder die eine Emailadresse benötigen. Das wiederum ist eine klare Richtlinienverletzung, da die Emailadressen zum Abschluss von Abos außerhalb des App Stores genutzt werden sollen. Etwas später am 10. Juni reichte Spotify dann ein verbessertes Update ein, welches wieder die Anmeldefelder statt der In-App-Käufe hat. Daher wurde dieses Update auch wieder nicht durchgelassen.

Banner-Werbung
Inline · Billboard 970 × 250

Das könnte dich auch interessieren

Weitere Geschichten aus Sonstiges.

Alle Sonstiges →
App Store Review-Prozess: Entwickler warnt vor Betrug
App Review

App Store Review-Prozess: Entwickler warnt vor Betrug

Jeff Johnson deckt gefälschte Bewertungen bei TabControl Extension auf und warnt vor Lücken im App Store Review-Prozess.

Vor 3 Std3 Min
Telegram-Entfernung aus dem App Store: Durov entlarvt Erpressungsnetzwerk
Apps

Telegram-Entfernung aus dem App Store: Durov entlarvt Erpressungsnetzwerk

Die Messenger-App stand in der Nacht zum 5. August kurzfristig nicht mehr zum Download bereit. Während Apple auf verbotene Inhalte verwies, macht Telegram-Chef Pavel Durov kriminelle Erpresser verantwortlich.

05.08.20263 Min
Telegram kurzzeitig aus dem App Store entfernt
Apps

Telegram kurzzeitig aus dem App Store entfernt

Die Messaging-App Telegram war am 3. August 2026 für kurze Zeit weltweit aus dem App Store verschwunden. Apple handelte wegen Verstößen gegen die Richtlinien zum Schutz vor sexuellem Missbrauch von Kindern.

04.08.20263 Min
Apple Services: Erstmals seit 2022 sinkt der Quartalsumsatz
Apple

Apple Services: Erstmals seit 2022 sinkt der Quartalsumsatz

Apple verzeichnet im dritten Quartal 2026 erstmals seit vier Jahren einen Rückgang im Services-Geschäft. Regulatorische Hürden weltweit und ein starker Vergleichswert aus dem Vorjahr belasten die Zahlen.

31.07.20263 Min
Apple kritisiert britischen App-Store-Plan der CMA
Apple

Apple kritisiert britischen App-Store-Plan der CMA

Apple hat seine Position zu den aktuellen Plänen der britischen Wettbewerbsbehörde deutlich gemacht. Das Unternehmen lehnt die vorgeschlagene Lockerung der Zahlungsabwicklung im App Store als unzulässige Einmischung ab.

30.07.20263 Min
Drei Nutzer verklagen Apple wegen 1,8 Millionen Dollar Verlust durch Fake-App
Apps

Drei Nutzer verklagen Apple wegen 1,8 Millionen Dollar Verlust durch Fake-App

Drei Kläger werfen Apple vor, durch mangelnde Kontrollen im App Store fast zwei Millionen Dollar an Bitcoin verloren zu haben. Der Erfinder der echten Sparrow Wallet hatte die Fälschungen vergeblich angezeigt.

27.07.20263 Min

Kommentare

Sei der Erste, der hier kommentiert.

Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.

News & Schnäppchen — jeden Freitag in deiner Inbox.

Die wichtigsten App-News und besten Deals der Woche, kuratiert von der Redaktion. Kein Spam.