Apple schließt iCloud-Lücke bei „Hide My Email“

Apple hat eine kritische Sicherheitslücke in der iCloud+-Funktion „Hide My Email“ geschlossen. Das Feature schützt Nutzer bei Webformularen, doch ein Fehler ermöglichte den Zugriff auf echte Adressen. Das Problem bestand seit über einem Jahr und wurde erst durch öffentlichen Druck endgültig behoben. Nun bestätigt der Konzern, dass der Patch vom 3. Juli 2026 das Problem vollständig beseitigt hat.
So funktionierte die Sicherheitslücke
Das iCloud+-Feature erstellt für jeden Nutzer eine individuelle, zufällig zusammengesetzte E-Mail-Adresse. Alle eingehenden Nachrichten an diese Adresse werden direkt in das eigene Postfach umgeleitet. Auch Antworten von Empfängern laufen über diesen Umweg, sodass die eigentliche Kontaktadresse des Nutzers verborgen bleibt.
Abonnenten von iCloud+ und Apple One nutzen diese Funktion vor allem, um sich bei Online-Diensten ohne Risiko für Spam anzumelden. Ein schwerwiegender Programmierfehler ließ diese Abschirmung jedoch komplett versagen. Jeder, der Zugriff auf eine der Alias-Adressen hatte, konnte die dahinter stehende echte E-Mail-Adresse auslesen.
Längerer Kampf um den Patch
Der Sicherheitsforscher Tyler Murphy warnte Apple bereits im Juni 2025 vor der Schwachstelle. Der Konzern versprach zunächst, das Problem schnellstmöglich zu beheben. Murphy testete die Systeme jedoch erneut und stellte fest, dass die Lücke weiterhin aktiv war.
Erst nach weiteren Monaten der Verzögerung veröffentlichte Apple am 3. Juli 2026 einen wirksamen Patch auf seinen Servern. Damit ist die Gefahr für alle Nutzer endgültig gebannt.
Rechtsstreit und öffentliche Aufmerksamkeit
Das Tech-Medium 404 Media veröffentlichte kürzlich einen detaillierten Bericht über den Vorfall. Die Publikation beleuchtete nicht nur die technische Schwachstelle, sondern auch die langjährige Inaktivität von Apple bei der Behebung. Die öffentliche Bloßung führte dazu, dass Anwälte eine Sammelklage gegen den Tech-Konzern einreichen wollen.
In einer Stellungnahme gegenüber 404 Media betonte Apple, dass der Juli-Patch das Sicherheitsdefizit vollständig eliminiert habe.
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