Apple testet CXMT-Speicherchips für China – Politische Hürden in Washington

Apple erwägt eine unkonventionelle Lösung für die anhaltende Engpassproblematik bei Speicherbauteilen: Der Einsatz chinesischer DRAM-Chips des Herstellers ChangXin Memory Technologies (CXMT). Die Strategie sieht vor, die Bauteile ausschließlich für den chinesischen Markt bereitzustellen, um US-Exportbeschränkungen zu umgehen. Gleichzeitig führt Apple intensive Gespräche mit der US-Regierung, um eine spezielle Genehmigung zu erhalten. Hintergrund ist ein globaler Mangel an Speicherchips, der die Produktionskosten deutlich in die Höhe treibt.
CXMT-Chips für den chinesischen Markt
Apple untersucht die Integration von DRAM-Speicherchips des chinesischen Herstellers ChangXin Memory Technologies (CXMT) in seine Lieferkette. Der Einsatz der chinesischen Bauteile ist strikt auf Geräte beschränkt, die ausschließlich für den chinesischen Binnenmarkt bestimmt sind. Durch die geografische Begrenzung will Apple versuchen, US-Exportkontrollen und Sanktionen zu umgehen. Das Unternehmen führt derzeit intensive Gespräche mit der Trump-Administration, um eine offizielle Freigabe für die Nutzung der CXMT-Bauteile zu erhalten.
Globaler Engpass und Preisdruck
Auslöser für diese Strategie ist ein globaler Engpass an Speicherchips, der die Produktionskosten stark erhöht. Apple-CEO Tim Cook warnte im Wall Street Journal vor weiteren Preiserhöhungen bei Apple-Produkten infolge des Mangels. Der CEO forderte indirekt, dass Washington seine restriktiven Handelsregeln gegenüber chinesischen Technologiefirmen überdenken sollte, um die Lieferketten zu stabilisieren. Parallel zu CXMT verhandelt Apple über NAND-Speicher von YMTC, die ebenfalls unter Sanktionen leiden.
Sanktionen und Bedenken in Washington
CXMT steht auf einer schwarzen Liste des US-Militärs, da dem Unternehmen Verbindungen zur Volksbefreiungsarmee vorgeworfen werden. US-Senatoren blockierten 2022 bereits einen ähnlichen Versuch, Bauteile von YMTC in iPhones für den chinesischen Markt zu nutzen. Washington warnt davor, dass die Nutzung staatlich subventionierter chinesischer Konkurrenten die US-Industrie langfristig schädigt. Trotz der Begrenzung auf den chinesischen Markt warnen Gesetzgeber in Washington, dass die Unterstützung chinesischer Speicherchips staatlich subventionierte Konkurrenten stärkt und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der USA untergräbt.
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