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Apple verbannt Apps rund um E-Zigaretten aus dem App Store

Vor Kurzem geriet in den Vereinigten Staaten die vor allem zur Tabakentwöhnung eingesetzte E-Zigarette ins Fadenkreuz der Politik. Nach mehreren Todesfällen die auf den Konsum bestimmter Liquids zurückzuführen sind, wurde der E-Zigaretten-Markt in den USA stärker reguliert. Jetzt hat Apple reagiert und über 180 Apps rund ums Dampfen aus dem App Store entfernt.

A
AppTickerTeam
18.11.20193 Min. Lesezeit
Apple verbannt Apps rund um E-Zigaretten aus dem App Store
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Die E-Zigarette gehört auch hierzulande bei Rauchern zu einer gerne genutzten Methode, um das Rauchen von Tabakprodukten aufzugeben. Sogenannte Liquide, denen neben einer Geschmacksrichtung seiner Wahl auch Nikotin beigemischt wird, werden über einen Verdampfer, der auf einem Akkuträger befestigt ist, erhitzt und der Dampf inhaliert.

Generell gilt nach Auffassung vieler Ärzte das Dampfen von E-Zigaretten-Produkten als weitaus weniger gesundheitsschädlich als das Inhalieren von Tabakrauch. Nachdem es in den letzten Jahren keine Berichte über durch die E-Zigarette verursachte Krankheiten oder gar Todesfälle gab, schreckten Meldungen aus den USA die Szene auf, als berichtet wurde, dass mehrere Dutzend Konsumenten der vermeintlich gesünderen Alternative zum Rauchen gestorben sind. Mehr als 1000 Patienten befinden sich zudem noch mit Lungenschäden in ärztlicher Behandlung.

Neue Richtlinien verbieten Vaping-Apps

Im App Store waren Apps, über die man E-Zigaretten oder Liquids kaufen kann schon immer verboten. Das Verbot galt jedoch nicht für Software, mit der man seine E-Zigarette einstellen und steuern konnte. Auch Apps die News zu E-Zigaretten lieferten, verstießen bisher nicht gegen die Richtlinien von Apple.

Laut einem Bericht von Axios hat sich das jetzt aber geändert. Ende letzter Woche hat Apple damit begonnen, Vaping-Apps aus dem App Store auszuschließen. Nach einer Überarbeitung der entsprechenden Richtlinien für den Store wurden bis jetzt 181 Apps zu E-Zigaretten entfernt.

Einer Mitteilung zu diesem Thema kann man entnehmen: Apple möchte den App Store als vertrauenswürdigen Ort für vor allem Jugendliche und Kinder gestalten. Nach Bekanntwerden der Todesfälle in den USA habe man reagiert und alle Apps, die mit E-Zigaretten zu tun haben, ausgeschlossen. Apps, welche die Verwendung von E-Zigaretten fördern oder erleichtern sind ab sofort nicht mehr erwünscht.

Wer auf seinem iPhone oder iPad eine der betroffenen Apps installiert hat, kann diese trotzdem ganz normal weiter nutzen. Es gibt lediglich keine Updates mehr und das erneute Herunterladen nach dem Löschen ist nicht mehr möglich.

Vitamin-E-Acetat vermutlich Ursache der Todesfälle

Mittlerweile sind von der US-Gesundheitsbehörde CDC Details zu den Todesfällen der vergangenen Wochen veröffentlicht worden. In der Lungenflüssigkeit der Erkrankten wurde Vitamin-E-Acetat gefunden, das normalerweise in der Kosmetikindustrie zum Einsatz kommt, und dessen Dampf auf keinen Fall inhaliert werden sollte.

Die betroffenen Liquids, bei denen es sich fast ausschließlich um Produkte mit THC handelte, wurden demnach von nicht autorisierten Händlern verkauft, um diese zu verdünnen. In Deutschland ist der Zusatz von flüssigem Vitamin-E-Acetat für die Herstellung von Liquids verboten.

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