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2017: Apple Watch angeblich mit Micro-LED-Display statt OLED

Laut einem aktuellen Artikel von Digitimes wird Apple nächstes Jahr bei der Apple Watch wieder Abstand von den OLED-Displays nehmen. Stattdessen soll eine noch fortschrittlichere Displaytechnologie in Form von Micro-LEDs zum Einsatz kommen, an der Apple schon seit einiger Zeit arbeitet.
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AppTickerTeam
24.06.20163 Min. Lesezeit
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Derzeit ist die Apple Watch das einzige Gerät aus dem Hause Apple, das über ein OLED-Display verfügt, während alle anderen Geräte auf herkömmliche LCD-Displays setzen. Der grundsätzliche Unterschied besteht dabei darin, dass bei OLED-Displays die Bildpunkte selber leuchten, während LCD-Displays eine Hintergrundbeleuchtung benötigen und das Licht dann je nach dargestelltem Bildschirminhalt sozusagen filtern.

Nächstes Jahr sollen dabei auch iPhones auf OLED-Displays wechseln, wie es in der Gerüchteküche heißt. Damit wäre die Apple Watch nicht mehr das einzige Apple-Gerät mit einem OLED-Display, jedoch hat das Unternehmen laut einem aktuellen Bericht des Branchenamgazins Digitimes möglicherweise andere Pläne für die Smartwatch. Und zwar könnte Apple nächstes Jahr bei der Apple Watch auf Micro-LED-Displays setzen.

Dieses Thema kam schon letztes Jahr zwei Mal in der Gerüchteküche auf. So hieß es, dass Apple an einer Alternative zu OLEDs arbeite und hier wiederum in einer Fabrik in Taiwan auf diesem Gebiet forsche. Laut einem Digitimes-Bericht, der sich auf Zuliefererquellen stützt, könnte Apple 2017 in der zweiten Jahreshälfte eine Apple Watch mit einem Micro-LED-Display auf den Markt bringen. Das wäre dann die Apple Watch der 3. Generation, wenn wir dieses Jahr die Apple Watch der 2. Generation zu sehen bekommen.

Was sind die Vorteile der Micro-LED-Displays? Gegenüber den LCD-Displays bieten sie die gleichen Vorteile wie OLED-Displays, die Bildpunkte leuchten also selbst und so sind höhere Kontraste möglich. Dadurch kann auch die Energieeffizienz größer sein, da dunkle Bereiche des Bildes auch weniger Energie benötigen.

Micro-LEDs sind dabei aus anorganischen Materialien aufgebaut und bieten wiederum deutlich höhere Wirkungsgrade als organische LEDs, die abgekürzt OLEDs genannt. Während anorganische LEDs mittlerweile Wirkungsgrade jenseits der 50% erreichen können, liegen die besten OLEDs etwa bei 20%. Gleichzeitig sind anorganische Leuchtdioden deutlich langlebiger, sodass die größte Schwäche der OLEDs, der Einbrenneffekt, prinzipiell nicht vorhanden ist.

Einen Nachteil hat die Technologie derzeit aber auch noch, und das ist der große Herstellungsaufwand für derartige Displays. So rechneten Experten im letzten Jahr damit, dass in absehbarer Zeit nur sehr kleine Micro-LED-Displays für Smartwatches möglich sein werden, und bis zum nächsten Jahr wird sich daran wohl auch nichts ändern.

Möglicherweise wäre 2017 sogar noch zu früh und Digitimes hat sich in der Vergangenheit nicht als sonderlich zuverlässig erwiesen. So publiziert das Branchenmagazin Gerüchte in hoher Frequenz und sagte so schon einige Male Neuerungen sehr früh voraus, irrte sich gleichzeitig aber immer wieder auch mit den Vorhersagen.

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