Apple zieht die Bremse: Keine tiefgreifenden Sicherheitsupdates mehr für iOS 14 & iPadOS 14
Die im letzten Jahr eingeführte Wahl, ob man bei iOS 14 bzw. iPadOS 14 bleiben oder die neuen Versionen der Betriebssysteme nutzen möchte, gehört anscheinend der Vergangenheit an. Wer auf dem aktuellen Stand bleiben will, muss iOS 15 oder iPadOS 15 installieren.

Ich wundere mich schon länger, warum in der Softwareaktualisierung meines iPhone SE (2020) nur noch die Möglichkeit angeboten wird, auf iOS 15 zu aktualisieren. Bis vor Kurzem stand dort noch (sinngemäß) "Aktuelle Version: iOS 14.8.1, dein iPhone ist auf dem aktuellsten Stand". Das SE habe ich bewusst nicht auf iOS 15 aktualisiert weil ich beobachten wollte, wie Apple Nutzer, die sich gegen die Installation von iOS 15 entscheiden, weiterhin mit den angekündigten tiefgreifenden Sicherheitsupdates versorgt.
Mit dem Launch von iOS 15 und iPadOS 15 führte der Konzern nämlich zum ersten Mal eine Wahlmöglichkeit für den Updateprozess ein. Wer wollte, konnte nach dem Launch der neuen Betriebssysteme iOS 14 und iPadOS 14 wie gewohnt weiter nutzen und sollte künftig Sicherheitsupdates erhalten. Man sollte also nicht dazu gezwungen werden, ein neues Major-Update einzuspielen.
Nur noch Upgrade auf iOS 15 und iPadOS 15 möglich
Wie eingangs erwähnt, fehlt bei mir der Hinweis in den Einstellungen unter "Softwareupdate" seit einigen Wochen. Anfangs dachte ich, dass es sich um einen Fehler handelt, dass iOS 14 hier nicht mehr explizit aufgeführt wird. Wie MacRumors berichtet, scheint es so, dass Apple diesen Schritt allerdings bewusst vollzogen hat.
Wer noch ein iPhone mit iOS 14.8 im Einsatz hat, kann das letzte Update auf iOS 14.8.1 nicht mehr installieren. Stattdessen wird nur noch der Download von iOS 15 angeboten. Das spricht ganz klar gegen die Ankündigung des iPhone-Herstellers, iOS 14 so lange nutzen zu können, bis man auf iOS 15 umsteigen möchte.
Niedrige Adaptionsrate von iOS 15 wahrscheinlich der Grund
Wie wir bereits an anderer Stelle berichtet haben, ist der Verbreitungsgrad von iOS 15 und iPadOS 15 derzeit verhältnismäßig schlecht. iOS 15 ist demnach nur auf 63 Prozent aller kompatiblen Geräten installiert. Beim iPad sieht es mit 49 Prozent noch schlechter aus. Es kann durchaus sein, dass die Zahlen aus der bis vor Kurzem noch optionalen Wahl resultieren, bei iOS 14 und iPadOS 14 zu bleiben.
Eine offizielle Stellungnahme zu dem Thema gibt es von Apple noch nicht. Wir sind gespannt, ob sich der Konzern noch dementsprechend äußert und halten euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus iOS.

Apple gibt macOS Tahoe 26.6.2 Beta frei
Apple liefert die macOS Tahoe 26.6.2 Beta aus und behebt damit ein Problem bei der Bildschirmfreigabe. Zudem stehen neue iOS- und iPadOS-Versionen bereit.

iOS 26.6.1 wird intern von Apple getestet
Apple prüft im Hintergrund ein neues Update für das iPhone. iOS 26.6.1 taucht bereits in Server-Logs auf und könnte Sicherheitslücken schließen.

Apple behebt die macOS Screen Sharing-Schwachstelle CVE-2026-65400
Apple hat eine kritische macOS Screen Sharing-Schwachstelle über drei Versionen hinweg gepatcht. CVE-2026-65400 erlaubte Fernzugriff ohne Anmeldung.

macOS-Sicherheitsupdate für Sonoma, Sequoia und Tahoe
Apple liefert ein macOS-Sicherheitsupdate für Sonoma, Sequoia und Tahoe aus. Die Patches kommen ohne Beta-Phase und nur neun Tage nach dem letzten Release.

Apple schließt 194 Sicherheitslücken mit iOS und iPadOS 26.6 und bereitet auf Version 27 vor
Apple hat am 27. Juli 2026 die finale Version 26.6 für alle Betriebssysteme veröffentlicht. Das Update schließt 194 eindeutige Sicherheitslücken und legt den Grundstein für das große September-Release.

Apple sperrt Downgrades auf iOS 26.5 und iOS 26.5.1
Apple hat die Signierung für iOS 26.5 und 26.5.1 entfernt. Nutzer müssen nun auf iOS 26.5.2 aktualisieren, da das Update kritische Sicherheitslücken schließt.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.