Ende-zu-Ende-Verschlüsselung beim Messenger und Instagram verschoben
Die zu Meta gehörenden Dienste Facebook Messenger und Instagram werden entgegen der ursprünglichen Planung erst zu einem späteren Zeitpunkt mit einer Ende-zu-Ende-Funktion ausgestattet.

Was sich beim Nachrichtendienst WhatsApp bereits seit geraumer Zeit etabliert hat, soll Berichten zufolge auch beim Facebook Messenger und der Nachrichtenfunktion von Instagram Einzug halten. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung dient der Sicherheit von verschickten Inhalten, da lediglich Sender und Empfänger auf die Nachrichten zugreifen können.
Die anvisierte Einführung der Nachrichten-Verschlüsselung war ursprünglich zu einem in naher Zukunft liegenden Zeitpunkt vorgesehen, nun teilt das Unternehmen mit, dass sowohl der Facebook Messenger als auch die Nachrichtenfunktion von Instagram frühestens im Jahr 2023 mit entsprechender Technik ausgestattet werden.
Einführung von 2022 auf 2023 verschoben
Im Jahr 2014 wurde der Messenger WhatsApp von Meta (damals Facebook) übernommen. Die damals bereits entwickelte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wurde 2016 in der App integriert, wodurch sich WhatsApp selbst die Möglichkeit der Einsichtnahme in private Unterhaltungen nahm. Die Verantwortlichen wollten selbige Funktion im Facebook Messenger und bei Instagram bereits kommendes Jahr installieren.
Die für Sicherheit zuständige Managerin Antigone Davis erklärt in einem bezahlpflichtigen Artikel der Tageszeitung "The Telegraph", dass das Unternehmen mehr Zeit benötige, um einen Missbrauch der Messenger-Dienste nach Umstellung auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu verhindern.
Unterstützung von Datenschutzexperten und staatlichen Institutionen
Bei der Einführung der Nachrichten-Verschlüsselung setze das Unternehmen auf die Zusammenarbeit mit Datenschutzexperten und weitere staatliche Institutionen. Dabei soll der schwierige Spagat gelingen, die Privatsphäre sämtlicher Nutzerinnen und Nutzer zu gewährleisten und gleichzeitig besonders gefährdete Personengruppen wie Kinder und Jugendliche vor Straftaten zu schützen.
Die bei WhatsApp verwendete Kombination aus unverschlüsselten Daten, Informationen zum Account und Nutzer-Meldungen sollen als Vorbild dienen und in einer abgewandelten Form beim Facebook Messenger und Instagram angewendet werden.
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