Game Porting Toolkit Beta 1.0.2 verbessert Gaming auf dem Mac drastisch

Während der diesjährigen World Wide Developers Conference hat Apple u. a. macOS 14 Sonoma vorgestellt. Das neue Mac-Betriebssystem wird mit dem Game Porting Toolkit ausgeliefert. Dabei handelt es sich um eine Schnittstelle, mit der Spieleentwickler ihre Windows-Titel mit vergleichsweise wenig Aufwand für macOS portieren können.
Vor Sonoma und dem Game Porting Toolkit musste ein Windows-Spiel für macOS quasi komplett neu geschrieben werden. Der Grund liegt in der Programmierschnittstelle DirectX 12, mit der alle aktuellen Windows-Games laufen. Apple hat mit der Metal-Engine seine eigene Lösung. Mit dem Game Porting Toolkit kann der Code eines Spiels in Echtzeit von DirectX 12 auf Metal 3 übersetzt werden.
Die Folgen daraus: Für Entwickler sinken die Hürden, ihre Games für den Mac anzupassen. In naher Zukunft wird sich die Zahl der für macOS konvertierten Windows-Games drastisch erhöhen.
Game Porting Toolkit Beta 1.0.2 mit Performance-Boost
Zum Wochenende hat Apple die erste große Aktualisierung für das Game Porting Toolkit zum Download freigegeben. Der YouTuber Andrew Tsai beschäftigt sich schon sehr lange mit dem Ausführen von Windows-Games auf dem Mac und hat die Beta 1.0.2 des Tools ausgiebig getestet. Sein Fazit fällt überaus positiv aus: Apple hat die Kompatibilität mit seinen hauseigenen M-Prozessoren verbessert. Darüber hinaus laufen jetzt auch Windows-Spiele auf „Apple Silicon“-Macs, die noch mit der ersten Beta den Dienst verweigerten.
In seinem neuesten Video erklärt Tsai die Verbesserungen der aktuellen Beta. Wer Cyberpunk auf einem Mac mit M1 Max spielt, kann sich über 40 fps freuen. Bei Elden Ring liefert das neue Game Porting Toolkit jetzt 32 fps; vorher waren es mit einem M1 Max 26. Gleichzeitig wurde die Liste der kompatiblen Spiele u. a. um Horizon Zero Dawn und Resident Evil 2 ergänzt, die auf einem Mac mit einem M1 Max nun flüssige und spielbare Bildraten liefern.
Eine weitere Neuerung der Beta 1.0.2: Das Game Porting Toolkit unterstützt jetzt 32-Bit-Software. Die Programme lassen sich unter macOS Sonoma problemlos starten, laufen allerdings noch mit einer relativ schlechten Performance.
Ultra-Chips noch problembehaftet
Probleme gibt es dagegen noch mit den Ultra-Varianten der M-Chips. Sowohl mit dem M1 Ultra als auch mit dem M2 Ultra sinken die Frameraten in den Keller. Andrew Tsai hat sich Cyberpunk auf Macs mit Ultra-Prozessoren genauer angeschaut. Mit der ersten Version des Game Porting Toolkits waren auf einem Mac mit M2 Ultra nur 8 fps möglich. Die Beta 1.0.2 liefert einen Leistungssprung um 10 fps, sodass jetzt bis zu 18 fps drin sind.
Mit einem schwächeren M1 Max erhält man dagegen mit den oben genannten 40 fps bei gleichen Grafikeinstellungen deutlich bessere Werte. Hier liegt die Problematik wahrscheinlich darin, dass es sich bei den Ultra-Chips um zwei kombinierte Max-Prozessoren handelt. Die bessere Framerate mit der aktuellen Beta lässt allerdings hoffen, dass Apple hier noch bis zum Release der finalen Version von macOS 14 Sonoma nachbessern kann.



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