In-App-Abos sollen in Zukunft mit einem Klick gekündigt werden können

Viele von euch haben es vielleicht schon erlebt: Auf der Suche nach der Möglichkeit, ein laufendes Abo für eine App oder einen Online-Dienst zu kündigen, wird man auf verschiedene Webseiten und Plattformen umgeleitet. Bei Netflix konnte man zum Beispiel sein Abonnement lange Zeit nur auf der Homepage des Anbieters beenden. Die Kündigung soll so schwer wie möglich gemacht werden, sodass man diese vielleicht noch einen Monat aufschiebt.
Wer über den App Store ein Abo abschließt, hat es dagegen relativ einfach. Apple bietet jedem seiner Kunden über die Einstellungen in der Apple-ID unter "Abonnements" eine bequeme Option an, Abos und wiederkehrende Käufe zu verwalten, zu beenden oder gekündigte Dienste wieder zu abonnieren.
Kündigung mit einem Klick
Die US-Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde Federal Trade Commission (FTC) will das teils umständliche Prozedere ändern. Verbraucher sollen ein Abo oder einen Online-Dienst in Zukunft genau so einfach kündigen können, wie sie ihn gebucht haben - und zwar auf der gleichen Plattform. Schließt man also ein Abo innerhalb einer App ab, soll es dort künftig also auch einen entsprechenden Button für die Kündigung geben.
Diese soll man dann ohne große Umschweife vollziehen können, nämlich mit einem einzigen Klick auf den Button. Das würde den Verbrauchern nicht nur Geld, sondern auch wertvolle Zeit sparen. Unternehmen, die sich nicht an die neuen Regeln halten, würden dann mit hohen Geldstrafen belegt. Vor allem lästige Abofallen sollen dann der Vergangenheit angehören.
Das Kündigen mit einem Klick ist Teil eines umfangreichen Vorschlags, den die FTC schon bald als Gesetz sehen möchte. Dazu gehört neben der vereinfachten Kündigung auch, dass man Verbraucher fragt, ob sie eventuelle Halterangebote sehen oder Angaben zu den Kündigungsgründen machen möchten.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apps.

App Store Review-Prozess: Entwickler warnt vor Betrug
Jeff Johnson deckt gefälschte Bewertungen bei TabControl Extension auf und warnt vor Lücken im App Store Review-Prozess.

Telegram-Entfernung aus dem App Store: Durov entlarvt Erpressungsnetzwerk
Die Messenger-App stand in der Nacht zum 5. August kurzfristig nicht mehr zum Download bereit. Während Apple auf verbotene Inhalte verwies, macht Telegram-Chef Pavel Durov kriminelle Erpresser verantwortlich.

Telegram kurzzeitig aus dem App Store entfernt
Die Messaging-App Telegram war am 3. August 2026 für kurze Zeit weltweit aus dem App Store verschwunden. Apple handelte wegen Verstößen gegen die Richtlinien zum Schutz vor sexuellem Missbrauch von Kindern.

Apple Services: Erstmals seit 2022 sinkt der Quartalsumsatz
Apple verzeichnet im dritten Quartal 2026 erstmals seit vier Jahren einen Rückgang im Services-Geschäft. Regulatorische Hürden weltweit und ein starker Vergleichswert aus dem Vorjahr belasten die Zahlen.

Apple kritisiert britischen App-Store-Plan der CMA
Apple hat seine Position zu den aktuellen Plänen der britischen Wettbewerbsbehörde deutlich gemacht. Das Unternehmen lehnt die vorgeschlagene Lockerung der Zahlungsabwicklung im App Store als unzulässige Einmischung ab.

Drei Nutzer verklagen Apple wegen 1,8 Millionen Dollar Verlust durch Fake-App
Drei Kläger werfen Apple vor, durch mangelnde Kontrollen im App Store fast zwei Millionen Dollar an Bitcoin verloren zu haben. Der Erfinder der echten Sparrow Wallet hatte die Fälschungen vergeblich angezeigt.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.