iOS 17: Sideloading noch kein Bestandteil der ersten Beta - Apple erklärt sich
Mit iOS 17 soll Apple dem Vernehmen nach Sideloading, also das Installieren von Apps aus anderen Quellen als dem hauseigenen App Store, erlauben. In der ersten Beta deutet darauf jedoch noch nichts hin.

Die Diskussion zum Thema Sideloading schlug in der Vergangenheit hohe Wellen. Während sich der iPhone-Hersteller jahrelang weigerte, alternative App Stores auf ihren Geräten zuzulassen, pochten Kritiker auf eine Öffnung und begründeten ihre Forderung mit Vorwürfen, Apple würde seine marktbeherrschende Stellung aus Profitgier nicht aufgeben wollen.
Zumindest auf dem Gebiet der Europäischen Union wurde dahingehend seitens des Gesetzgebers eine Regelung getroffen, nach der Anbieter ab dem Jahr 2024 dazu verpflichtet sind, das Installieren von Anwendungen, die nicht aus dem hauseigenen Software-Laden stammen, auf ihren Betriebssystemen zu erlauben.
Im Vorfeld der WWDC kündigte sich daher bereits an, dass Apple dieser Forderung mit iOS 17 nachkommen würde. In der aktuellen Beta, die seit vergangener Woche im Umlauf ist, deutet allerdings noch nichts auf eine Öffnung der Systeme hin.
Craig Federighi zur Frage nach fehlendem Sideloading
Während einer Talk-Runde bekam der Leiter der Software-Abteilung von Apple, Craig Federighi, die Frage gestellt, warum sich in iOS 17 zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Hinweise auf Sideloading finden lassen. Federighi's Körpersprache zeigt unmissverständlich, dass man dieses Thema bewusst klein halten wolle und nicht daran interessiert sei, Sideloading als bahnbrechende Neuerung von iOS 17 anzukündigen.
Federighi so wörtlich: "Wir wollen sicherstellen, dass alles, was wir tun, das Richtige für unsere Kunden ist, für die Sicherheit unserer Kunden... wir arbeiten mit der EU zusammen."
Es macht den Anschein, als wolle Apple hohe Hürden für Sideloading integrieren, um die Motivation, Apps aus alternativen App Stores zu laden, möglichst gering zu halten. Denn alternativ könnte Cupertino eine ähnliche Systemstruktur schaffen, wie sie bereits unter macOS besteht.
Da das App-Store-Geschäft und die damit verbundene "Apple Tax" ein milliardenschweres Standbein des Unternehmens ist, dürfte die zurückhaltende Art und Weise, wie man in Kalifornien mit dem Thema umgeht, nicht überraschen.
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