iOS 9: Sicherheit und Qualität sollen statt neuen Funktionen im Mittelpunkt stehen
Jedes Jahr hält Apple im Sommer die Entwicklerkonferenz WWDC ab, auf der Apple am ersten Tag seine Softwareneuerungen auf einer Keynote vorstellt. Die Hauptthemen sind diesmal die beiden Betriebssysteme iOS 9 „Monarch“ sowie Mac OS X 10.11 „Gala“. Mark Gurman von 9To5Mac hat zu diesem Thema mit einem Insider gesprochen, der einige Details zu den Neuerungen verraten hat.
Zwar wird es eine Reihe von neuen Funktionen geben, wie eine neue Home-App für HomeKit-Geräte, Splittscreen-Multitasking für iPads oder eine verbesserte Karten-App, doch der Schwerpunkt soll bei Verbesserungen der Sicherheit und Leistung liegen. Das betrifft dabei sowohl iOS 9 als auch OS X10.11.
Für mehr Sicherheit wird an einer „Rootless“-Funktion gearbeitet, welche auf Kernelebene greift und den Zugriff auf sensible Daten des Betriebssystems verhindert, selbst wenn Administratorrechte vorliegen. Damit soll iOS und OS X sicherer gegenüber Schadsoftware werden, jedoch wird angenommen, dass damit auch Jailbreaks auf iOS-Geräten stark erschwert werden. Bei OS X 10.11 wird sich diese Funktion vielleicht jedoch abschalten lassen.
Eine weitere Verbesserung im Bereich Sicherheit soll durch den konsequenten Einsatz von iCloud zur Datensynchronisation durch die Apple-Apps erreicht werden. Derzeit nutzen Apps wie Notizen, Erinnerungen oder der Kalender noch die IMAP-Server zur Synchronisation. Mit einem Umstieg auf iCloud wird eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Daten möglich sowie eine schnellere Synchronisation.
Normalerweise lässt Apple bei seinen alljährlichen neuen iOS-Versionen auch alte iOS-Geräte nach und nach inkompatibel werden. Dieses Jahr wird daher erwartet, dass das iPhone 4S sowie das erste iPad mini inkompatibel zu Apples iOS 9 sein werden. Laut dem Artikel werden jedoch auch alte Geräte mit dem A5-Prozessor durch iOS 9 unterstützt werden. Dafür entwickelt Apple eine spezielle Version des Betriebssystems, wie es heißt.
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