Apple setzt auf Liquidmetal für das iPhone Ultra-Scharnier

Apple bereitet den Marktstart seines ersten faltbaren Smartphones vor. Das iPhone Ultra folgt dem klassischen Book-Style-Design und vereint zwei faltenfreie Bildschirme. Ein entscheidendes technisches Detail ist das Scharnier, das auf einer speziellen Legierung aus amorphem Metall basiert. Diese Materialwahl geht auf eine Lizenz zurück, die Apple vor mehr als einem Jahrzehnt sicherte. Parallel dazu haben erste Testgeräte den Weg zu Mobilfunkanbietern auf verschiedenen Kontinenten gefunden.
Lizenz von 2010
Die Grundlage für das Scharnier bildet eine exklusive weltweite Lizenz, die Apple im Jahr 2010 von Liquidmetal Technologies erwarb. Die Vereinbarung galt für die kommerzielle Nutzung in Unterhaltungselektronik und wurde in den Folgejahren mehrfach verlängert. Das Material tauchte regelmäßig in Patentanmeldungen des Unternehmens auf, ohne dass eine breite praktische Anwendung folgte. Bisher beschränkte sich der Einsatz auf Miniaturkomponenten, etwa das Auswurf-Werkzeug für SIM-Karten, das in jedem iPhone verbaut ist. Die Integration als strukturelles Scharnier stellt eine deutlich komplexere Anforderung dar als frühere kleine Bauteile.
Stabilität und Einzelbezug
Flüssigmetall bietet ein deutlich besseres Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht als konventionelle Metalllegierungen. Das Material zeigt überlegene Resistenz gegen Korrosion und mechanische Abnutzung, was bei einem faltbaren Gerät entscheidend ist. Im typischen Nutzungszeitraum durchläuft das Gerät unzählige Falt- und Entfalt-Zyklen. Diese repetitive mechanische Beanspruchung belastet das Scharnier auf seine Langlebigkeit und Stabilität. Laut Marktbeobachter Ming-Chi Kuo stammt die Legierung ausschließlich von Dongguan EonTec. Der chinesische Hersteller kontrolliert damit die gesamte Versorgungskette für dieses spezielle Material, was Apple in eine abhängige Position bringt.
Versand an Netzwerkpartner
Nach Angaben des Weibo-Leakers Fixed Focus Digital haben erste Testexemplare des iPhone Ultra verschiedene Mobilfunkunternehmen erreicht. Die Zustellung an diese Partner signalisiert einen wichtigen Fortschritt in der Produktentwicklung, da solche Geräte erst versendet werden, wenn sie alle erforderlichen Netzwerktests und Zertifizierungen bestanden haben. Zuvor meldete der Leaker Instant Digital Fertigungsprobleme, die auf Scharnier-Schwächen unter Hochfrequenz-Testbedingungen zurückgeführt wurden. Fixed Focus Digital korrigierte die frühere Meldung und bestätigte, dass das Scharnierdesign keine Probleme mehr darstellt. Die widersprüchlichen Meldungen aus der Leaker-Community haben sich mittlerweile zugunsten der technischen Reife aufgelöst.
Fertigung und Marktstart
Die Nachrichtenagentur DigiTimes berichtete im April, dass die Fertigung in großem Umfang im Juli starten wird. Bloomberg-Analyst Mark Gurman stuft den September-Start als wahrscheinlich ein, parallel zum Release von iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max. Die zeitliche Nähe zum regulären iPhone-Release-Zyklus deutet darauf hin, dass Apple das faltbare Flaggschiff als eigenständiges Produkt neben der bestehenden Pro-Serie positionieren möchte. Die parallele Markteinführung könnte die Produktionskapazitäten belasten, da beide Geräte auf ähnlichen Fertigungslinien entstehen.
Zusammenfassung
Apple setzt beim iPhone Ultra auf ein Scharnier aus Flüssigmetall, eine Technologie, die das Unternehmen seit 2010 lizenziert. Dongguan EonTec liefert die Legierung, während Prototypen bereits an Mobilfunkanbieter weltweit versandt wurden. DigiTimes und Gurman prognostizieren Juli-Massenproduktion und einen September-Start parallel zur iPhone 18 Pro-Serie.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apple.

iOS 27 Beta 4: Code-Referenzen deuten auf Dual-Akku-iPhone hin
Die vierte Beta von iOS 27 enthält Code-Referenzen, die ein iPhone mit zwei separaten Batterien verraten. Damit untermauert Apple indirekt die Leaks zum kommenden iPhone Ultra.

Apple bestellt mehr Verdampferkühlplatten für faltbares iPhone und iPhone 20
Apple hat die Produktion von Verdampferkühlplatten für seine Zulieferer deutlich ausgeweitet. Die effiziente Wärmeableitung kommt bereits im iPhone 17 Pro zum Einsatz und soll künftig das faltbare Gerät sowie das rahmenlose Jubiläumsmodell kühlen.

iPhone Ultra: Lieferkette bestätigt September-Start
Frische Meldungen aus der Apple-Lieferkette widerlegen die jüngsten Verzögerungs-Gerüchte. Das faltbare iPhone Ultra kommt pünktlich im September 2026 auf den Markt, doch extreme Lieferengpässe und Wartezeiten von mehreren Wochen bleiben wahrscheinlich.

iPhone Ultra: Apple plant verzögerten Verkaufsstart und warnt vor Lieferengpässen
Analyst Ming-Chi Kuo kündigt für das faltbare iPhone Ultra im September 2026 einen Marktstart an, der jedoch erst Monate später folgt. Massive Produktionsengpässe könnten den Preis auf dem Schwarzmarkt in die Höhe treiben.

Apple steigert Produktionsziele für faltbares iPhone Ultra
Apple hat die Fertigungsziele für das erste faltbare iPhone deutlich angehoben. Das Premium-Gerät soll im kommenden Jahr erscheinen und einen signifikanten Anteil am wachsenden Faltmarkt sichern.

Gurman: Apple-Event mit iPhone 18 Pro und faltbarem Ultra am 8. oder 9. September
Bloomberg-Analyst Mark Gurman erwartet Apples Herbst-Keynote am 8. oder 9. September 2026. Als Neuerung soll Hardware-Chef John Ternus die Präsentation leiten und das erste faltbare iPhone Ultra vorstellen.
Kommentare
1 Beitrag
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.
- AAnonym
Bin gespannt !!!