iPhone Ultra wird den Foldable Smartphone Markt deutlich wachsen lassen

Der Markt für faltbare Smartphones gewinnt weiter an Dynamik. Nach Jahren der Konsolidierung rechnen Brancheninsider mit einem deutlichen Absatzplus im laufenden Jahr. Der lang erwartete Markteintritt von Apple gilt dabei als entscheidender Katalysator. Gleichzeitig müssen sich die Hersteller mit steigenden Komponentenpreisen und knapperen Lieferketten arrangieren.
Wachstum trotz Lieferengpässen
Die weltweiten Liefermengen von Foldable-Geräten sollen sich 2026 im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Prozent erhöhen. Diese Einschätzung stammt von Branchenquellen, die das taiwanische Handelsblatt DigiTimes zitiert. Das Plus fällt umso höher aus, weil der Gesamtsmartphone-Markt mit erheblichen Produktionsengpässen kämpft. Logik-Chips sind schwerer zu beschaffen als noch vor einem Jahr, und die Preise für Speicherbauteile sind deutlich gestiegen. Viele Anbieter müssen daher mit höheren Herstellungskosten und verlängerten Lieferfristen planen.
Das Foldable-Segment scheint von diesen Problemen jedoch weniger stark getroffen zu sein. Die Kundennachfrage bleibt stabil, selbst wenn sich die Straßenpreise nach oben verschieben. Konsumenten haben sich bereits an die Premiumposition der klappbaren Geräte gewöhnt. Solange die Preisanpassungen moderat ausfallen, dürfte die Kaufbereitschaft nicht nennenswert sinken.
Apple als Wachstumsmotor
Apple arbeitet seit fast acht Jahren an einem eigenen faltbaren Gerät und soll das iPhone Ultra im September 2026 vorstellen. Das Gerät wird gemeinsam mit den neuen iPhone-18-Pro-Modellen präsentiert, wie der Branchenanalyst Ming-Chi Kuo bestätigt. Cupertino hat seinen Zulieferern bereits mitgeteilt, dass sie sich auf eine Produktionsmenge von etwa 10 Millionen Einheiten in diesem Jahr einstellen sollen. Diese Stückzahlen sind für ein völlig neues Produktsegment ambitioniert und signalisieren eine offensive Marktdurchdringungsstrategie.
Die Vorbestellung des iPhone Ultra dürfte jedoch erst im vierten Quartal möglich sein. Apple will die Produktionskapazitäten zunächst auf die bewährten Pro-Modelle konzentrieren, bevor das faltbare Gerät in den regulären Verkauf geht.
Viertes Quartal als Schlüsselperiode
Das letzte Quartal des Jahres wird zur entscheidenden Verkaufsphase für faltbare Smartphones. DigiTimes stuft diesen Zeitraum als das wichtigste Wachstumsfenster ein, weil dann mehrere neue Foldable-Modelle verschiedener Hersteller gleichzeitig verfügbar sein werden. Apple wird nicht der einzige Anbieter sein, der in dieser Phase frische Geräte auf den Markt bringt. Samsung hat in der Vergangenheit demonstriert, dass frühe Vorbestell-Kampagnen starke Launch-Zahlen generieren können.
Das eigentliche Marktwachstum entsteht jedoch erst, wenn das Gesamtangebot breiter wird und Käufer mehr Auswahlmöglichkeiten haben. Das vierte Quartal bietet die Gelegenheit, die gesammelte Nachfrage zu kanalisieren und die Liefermengensteigerung deutlich zu beschleunigen. Für alle Wettbewerber ist diese Periode daher strategisch von hoher Bedeutung.
Samsung bleibt Marktführer
Trotz des intensiven Wettbewerbs wird Samsung seine führende Position im Foldable-Bereich auch 2026 halten. Das südkoreanische Unternehmen hat die Kategorie vor Jahren etabliert und verfügt über die längste Erfahrung in der Fertigung faltbarer Displays. Die Marktführerschaft ist jedoch nicht mehr so absolut wie in den Anfangsjahren. Neben Apple tragen auch Huawei und weitere Marken zum Segmentwachstum bei.
Das Geräteangebot wird kontinuierlich breiter, und die Designs entwickeln sich weiter. Insbesondere breitere Foldable-Formate gewinnen an Beliebtheit und machen die Kategorie für eine größere Nutzergruppe attraktiv. Nach fast acht Jahren Produktentwicklung gelten klappbare Smartphones als deutlich ausgereifter als noch vor einigen Jahren. Die wachsende Zahl an Herstellern gibt dem Markt zusätzlichen Schwung, um die Liefermengen weiter zu erhöhen.
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