Meta fordert nahtloses Pairing für Ray-Ban-Brillen und Quest-Headsets

Meta und Apple streiten seit Monaten über die Kopplung von Meta-Geräten mit iPhones. Der Konflikt dreht sich um die europäische Digital-Markt-Verordnung, die Apple zur Öffnung seiner Schnittstellen zwingt. Meta möchte ein nahtloses Pairing ähnlich wie bei den AirPods, bei dem sich Geräte automatisch mit dem Apple-Ökosystem verbinden. Apple hingegen setzt auf eine hauseigene Schnittstelle, die erst im kommenden Jahr fertiggestellt sein wird. Bis zur Fertigstellung dieser Technik müssen Nutzer auf die automatische Verbindung verzichten.
So funktioniert das gewünschte Pairing
Das Ziel von Meta ist klar: Ray-Ban-Brillen und Quest-Headsets sollen sich nach der ersten Kopplung automatisch auf allen weiteren Apple-Geräten des Nutzers einwählen. Der Ansatz lehnt sich an die Gewohnheit der AirPods-Nutzer an, bei denen ein zentraler Vorgang genügt und das System den Rest erledigt. Die Synchronisierung erfolgt dabei über die Server von Meta, sodass kein manuelles Pairing auf jedem einzelnen iPhone oder iPad nötig ist. Diese Anforderung gilt als besonders kundenfreundlich, weil sie die Bedienung der Wearables stark vereinfacht und den Einstieg in das Apple-Ökosystem erleichtert.
Neun Monate Verhandlung per EU-Vorschrift
Der Konflikt zieht sich seit fast einem Jahr hin. Nach der europäischen Verordnung von 2024 reichte Meta erst im Oktober 2025 einen konkreten Antrag für das Pairing ein. Apple reagierte im November und stufte die Anfrage als gültig ein, wies aber auf technische Hürden hin. Im Februar 2026 kündigte Cupertino die Entwicklung einer neuen Schnittstelle namens AccessorySetupKit an, die Meta zunächst abwarten muss. Die folgenden Wochen waren von Vorwürfen geprägt: Meta klagte über die Begrenzung auf EU-spezifische APIs, während Apple betonte, dass diese Technik auch global bereits im Einsatz sei. Metas jüngste Forderung vom März zielt auf mehr Unterstützung ab, doch die API wird voraussichtlich erst im Frühjahr 2027 voll verfügbar sein.
Technisches Tauziehen um APIs
Der Streit dreht sich um die zugrunde liegende Technik. Meta setzt aktuell auf Core Bluetooth scanning APIs, um Geräte zu koppeln, und möchte daran festhalten. Apple hingegen besteht auf dem Umstieg zu AccessorySetupKit, einer hauseigenen Lösung. Meta warnt, dass eine parallele Entwicklung für Europa die globale Pairing-Logik schwächen und enorme Kosten verursachen würde. Ein solcher Aufwand für separate Infrastrukturen möchte das Unternehmen vermeiden. Apple räumt zwar erheblichen Entwicklungsaufwand für die neue Schnittstelle ein, verweist aber darauf, dass die Fertigstellung für das Frühjahr 2027 geplant ist. Hier zeigt sich die Spannung zwischen Regulierung und Technik: Während Apple zur Öffnung gezwungen wird, trifft Meta nicht die gleiche Pflicht zur Systemanpassung.
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