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Apple fertigt Chips unter Druck bei Intel in den USA

Apple hat unter erheblichem politischen Druck einen Fertigungsdeal mit Intel abgeschlossen. Ziel war vor allem die Abwendung drohender Importzölle, nicht eine Neuausrichtung der Chipproduktion.
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AppTickerTeam
Vor 10 Std3 Min. Lesezeit
Apple fertigt Chips unter Druck bei Intel in den USA
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Apple hat einen bedeutenden Fertigungsdeal mit Intel abgeschlossen, der die US-Produktion von Prozessoren betrifft. Der Vertrag kam nicht durch eine marktübliche strategische Neuausrichtung zustande, sondern unter massivem politischen Druck aus dem Weißen Haus. Hintergrund war die Androhung schwerwiegender Zölle, die die US-Regierung über Halbleiter verhängt hätte. Apple-CEO Tim Cook konnte diese Maßnahme abwenden, indem er sich bereit erklärte, einen Teil der Fertigung in den USA anzusiedeln. Damit sichert sich das Technologieunternehmen nicht nur höhere Margen, sondern positioniert Intel auch strategisch als politisches Druckmittel.

Politische Erpressung statt Marktentscheid

Die Ursprünge des Deals liegen in einem massiven Konflikt zwischen Apple und der US-Regierung. Das Weiße Haus plante ursprünglich 100-prozentige Importzölle auf Halbleiter, die in iPhones und Macs verbaut werden. Diese Maßnahme sollte Apple zur Umschichtung der Produktion zwingen. Cook wandte sich direkt an die Regierung und bat um eine Ausnahme. Die Erlaubnis erhielt er nur unter der Bedingung, dass er einen Teil der Fertigung in Intels US-Fabriken durchführen lässt. Die Regierung hatte im August des Vorjahres bereits neun Milliarden Dollar in Intel investiert und suchte aktiv nach Wegen, dem Halbleiterhersteller zusätzliche staatlich geförderte Aufträge zu sichern. Zu den Druckmitteln gehörte die Androhung hoher Zölle für Unternehmen, die weiterhin auf andere Fertiger als Intel setzten.

Zwanzig Millionen Chips auf 18A

Im Juni dieses Jahres machten das Weiße Haus und die beteiligten Unternehmen die Fertigungsvereinbarung öffentlich. Künftig sollen preisgünstigere Apple-Chips auf Intels 18A-Fertigungsprozess entstehen. Die jährliche Stückzahl beläuft sich auf bis zu 20 Millionen Einheiten. Intel fungiert damit als Auftragsfertiger für einen Teil der Apple-Prozessoren. Der Deal stellt einen erheblichen Erfolg für Intels Auftragsfertigung und die staatliche Investition dar. Intel profitiert von der Partnerschaft, bleibt aber vorerst ein zweitrangiger Fertiger. Die Produktion konzentriert sich auf die kostengünstigeren Prozessoren, während Apple die leistungsstärksten Chips weiterhin bei anderen Partnern fertigen lässt.

TSMC bleibt dominierend

Trotz des Deals bleibt TSMC mit einem Marktanteil von über 90 Prozent unangefochten der dominierende Fertiger für Apple-Chips. TSMC fertigt weiterhin die leistungsstärksten Prozessoren für iPhones und die Mac-Pro-Reihe. Der Intel-Deal ändert daran grundsätzlich nichts. Apple hat nicht vor, TSMC ernsthaft als Hauptfertiger zu ersetzen. Stattdessen nutzt Apple Intel strategisch für politische und zollrechtliche Zwecke. Die Partnerschaft dient primär der Beruhigung der US-Regierung. Branchenkenner gehen davon aus, dass der Nachfolger-Chip A21 möglicherweise ab 2028 auf Intels neuer 14A-Technologie basieren könnte. Ein solcher Schritt würde das Engagement bei Intel deutlich ausweiten, bleibt aber aktuell noch reine Spekulation. Vorerst bleibt Intel ein Nischenpartner für ausgewählte Prozessoren.

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