Microsoft will eigenen App Store auf das iPhone bringen

Spätestens im nächsten Jahr muss Apple in der Europäischen Union seine Betriebssysteme öffnen und Sideloading von Apps aus externen Quellen zulassen. Das ist im „Digital Market Act“ (DMA) festgelegt, der im kommenden Frühjahr in Kraft tritt. Doch auch in den Vereinigten Staaten stehen dem Konzern kartellrechtliche Ermittlungen bevor.
Diese könnten am Ende bewirken, dass Apple in den USA auf dem iPhone, iPad und Mac zumindest App Stores von Drittanbietern zulassen muss. Microsoft hat nun angedeutet, einen solchen für iOS und iPadOS zu entwickeln.
Microsoft will Mobile Games anbieten
Bloomberg hat entsprechende Berichte nun bestätigt (Paywall, via 9to5mac) und zitiert Phil Spencer, den Leiter des Xbox-Teams:
- „Microsoft ist derzeit mit Partnern in Verhandlungen, um bei der Gründung eines Mobile-Gaming-Stores zu helfen, der die marktbeherrschende Stellung von Apple und Google in der Branche übernehmen wird.“
Spencer zufolge soll sich der App Store von Microsoft auf Spiele konzentrieren und schon im nächsten Jahr an den Start gehen. Die Redmonder können dabei auf das umfangreiche Portfolio von Activision Blizzard zugreifen, dessen Übernahme vergangenen Monat abgeschlossen wurde.
Wie läuft das Ganze dann ab?
Wenn die gesetzlichen Bestimmungen einmal festgelegt wurden, ist Apple dazu verpflichtet, App Stores von Drittanbietern auf seiner Plattform einzustellen. Das bedeutet, man lädt beispielsweise den Microsoft-Store für iOS aus dem offiziellen App Store herunter. Dieser erscheint dann auf dem Home Screen als App, wie man es von F-Droid unter Android kennt.
Nachdem man die Drittanbieter-Software gestartet hat, kann man dort angebotene Spiele herunterladen. Im Regelfall erscheinen diese Downloads ebenfalls als eigenständige Apps auf dem Home Screen und können wie gewohnt genutzt werden. Einnahmen generiert Apple über alternative Stores keine, da die Käufe komplett über den Drittanbieter abgerechnet werden.
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