Meta startet Muse Code KI-Agent für Mac und Linux

Meta hat mit Muse Code einen neuen KI-Programmierassistenten vorgestellt. Das Tool richtet sich an Entwickler auf macOS und Linux und verzichtet bewusst auf eine grafische Benutzeroberfläche. Stattdessen arbeitet der Agent vollständig im Terminal und wird über die Kommandozeile gesteuert. Im Mittelpunkt stehen ein datengetriebenes Preismodell und ein Sicherheitskonzept, das jede Aktion lokal protokolliert. Die Software befindet sich derzeit in der Betaphase.
Terminal-basierter KI-Agent
Die Installation erfolgt mit einem einzigen Befehl in der Kommandozeile. Eine separate Anwendung oder ein grafisches Fenster existiert nicht, sämtliche Interaktionen finden direkt im Terminal statt. Im Hintergrund treibt das Modell Muse Spark 1.2 die Funktionen an und koordiniert mehrere permanente Subagenten für komplexe Aufgaben. Meta hat das Tool am 5. August 2026 gestartet und befindet sich derzeit in der Betaphase. Laut Mark Zuckerberg kann der Agent sogar vollständige Entwicklungsprozesse in großen Codebasen autonom steuern.
Steuerung und Sicherheitsprotokoll
Entwickler erhalten mehrere integrierte Befehle zur Steuerung des Arbeitsablaufs:
- /plan erstellt einen Arbeitsplan, der vor der Ausführung genehmigt werden muss.
- /grill führt Belastungstests durch, um die Stabilität des Codes zu prüfen.
- /goal hilft der KI, sich schrittweise an der Erreichung eines definierten Ziels zu orientieren.
Zur Sicherheit protokolliert das System jede Interaktion, jeden Tool-Durchlauf und jede Codeänderung lokal. Das Protokoll lässt sich nur ergänzen, aber niemals überschreiben. Nach einem Absturz oder Neustart kann der Agent daher exakt an der unterbrochenen Stelle fortfahren.
Muse Code Preise und Daten-Nutzung
Meta bietet zwei unterschiedliche Tarife an, die sich deutlich in Kosten und Nutzungsrechten unterscheiden. Der Standardtarif berechnet 1,25 US-Dollar für eine Million eingegebene Token und 4,25 US-Dollar für eine Million generierte Token. Nutzer erhalten dabei Limits von 3.000 Anfragen und 4 Millionen Token pro Minute. Ein Preisnachlass ist nur möglich, wenn Entwickler ihren Contributor-Tarif wählen. Der Contributor-Tarif kostet lediglich 0,10 Dollar für Input und 0,20 Dollar für Output pro Million Token. Das entspricht einem Zwanzigstel der Standardkosten. Im Gegenzug darf Meta die eingetippten Prompts und generierten Antworten zum Training künftiger Modelle nutzen. Zudem ist der günstige Tarif auf 60 Anfragen sowie 2,1 Millionen Token pro Minute begrenzt.
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