OpenAI prüft Klage gegen Apple wegen ChatGPT-Deal
OpenAI hat externe Anwälte eingeschaltet und prüft rechtliche Schritte gegen Apple. Die ChatGPT-Integration in iOS, iPadOS und macOS brachte deutlich weniger Abo-Zuwächse als erhofft.

OpenAI hat externe Rechtsberater hinzugezogen und diskutiert Optionen, die eine Rüge wegen Vertragsverletzung beinhalten könnten. Laut einem Bericht von Bloomberg ist der Konflikt entstanden, weil die ChatGPT-Integration in Apples Ökosystem bei weitem nicht die erwartete Zahl an kostenpflichtigen Abonnements generiert hat. CEO Sam Altman ging von einer deutlich tieferen Einbindung aus, die das Wachstum des Dienstes massiv antreiben sollte.
Rechtliche Schritte geprüft
OpenAI hat nach internen Studien festgestellt, dass die Partnerschaft finanziell enttäuschend verlaufen ist. Das Unternehmen sieht die Vereinbarung als nicht erfülltes Potenzial an, das ursprünglich als Gegenstück zu Apples hochprofitablem Google-Suchmaschinen-Deal in Safari gedacht war. Eine direkte Vertragsverletzung soll nun geprüft werden, wobei eine formelle Klage noch nicht sicher ist. OpenAI hofft zunächst auf eine private Einigung.
Weniger Abos als erhofft
Beide Unternehmen verfolgten bei der Partnerschaft unterschiedliche Ziele. Apple benötigte einen bekannten KI-Partner, während Siri-Upgrade und Apple Intelligence noch in Entwicklung waren. OpenAI hingegen erhoffte sich Zugang zu hunderten Millionen Apple-Nutzern und sah im iPhone eine potenzielle Quelle für wiederkehrende ChatGPT-Abos im Milliardenbereich. Diese Erwartungen haben sich nicht erfüllt.
Eingeschränkte Integration
Apple hat die ChatGPT-Integration streng kontrolliert und bietet deutlich weniger Funktionen als die eigenständige App. Nutzer müssen ChatGPT oft explizit in Siri-Prompts aufrufen, und die Antworten erscheinen in kleineren Fenstern. Die standalone-App bietet dagegen persistenten Speicher, breiteren Modellzugang, erweiterte Sprachtools und Custom GPTs. Apple sorgte zudem intern um OpenAIs Datenschutzstandards und baute Apple Intelligence stattdessen auf On-Device-Verarbeitung und Private Cloud Compute auf.
Zukünftiger Wettbewerb
OpenAI positioniert sich zunehmend als Konkurrent zu Apple. Das Unternehmen erwarb Jony Ives KI-Hardware-Startup und rekrutiert aggressiv Apple-Ingenieure mit Gehaltspaketen, die weit über Apples Angeboten liegen. Gleichzeitig plant Apple für iOS 27 ein Extensions-System, das Nutzern die Wahl zwischen mehreren KI-Modellen wie ChatGPT, Anthropic Claude und Google Gemini ermöglicht. Damit werden externe KI-Modelle zu austauschbaren Diensten statt zu zentralen Plattform-Features.
Zusammenfassung
OpenAI prüft rechtliche Schritte gegen Apple, da die ChatGPT-Integration nicht die erwarteten Abo-Einnahmen brachte. Apple kontrolliert die Integration streng und bietet weniger Funktionen als die eigenständige App. Gleichzeitig positioniert sich OpenAI zunehmend als Wettbewerber, während Apple mit iOS 27 ein System für mehrere KI-Modelle plant.
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