OS X und iOS sind laut einer Untersuchung anfällig für Passwort-Diebstahl
Cybersicherheit ist ein Thema welches jeden Computernutzer angeht. Davon sind auch Apples iOS sowie OS X nicht ausgenommen. Zwar gelten beide Betriebssystem allgemein als ziemlich sicher, doch das stimmt nur bedingt, wie eine neue Untersuchung zeigt.
Wie die auf IT-News spezialisierte Seite The Register berichtet, konnten sechs Forscher mehrerer Universitäten in einer Studie nachweisen, dass sich Apples Sicherheitsmaßnahmen aus tricksen lassen. So konnten sie erfolgreich Schadsoftware in einer App tarnen und diese dann durch den Apple-Prüfprozess durch bekommen, sodass die App dann im App Store und Mac App Store landete.
Angekommen auf den Geräten der Opfer war die Schadsoftware dann in der Lage die Sicherheitsmaßnahmen wie das App-Sandboxing zu umgehen und so an die gespeicherten Passwörter ran zu kommen. Dazu gehören die Passwörter im iCloud-Schlüsselbund, Apples Mail-App als auch die gespeicherten Passwörter der installierten Apps wie beispielsweise 1Password. Insgesamt waren fast 90% aller untersuchten Apps für iOS und OS X zu knacken, so die Forscher in ihrer Arbeit „Unauthorized Cross-App Resource Access on MAC OS X and iOS“.
Die Sicherheitslücke besteht dabei wie es der Name sagt in der Kommunikation der Apps miteinander und mit dem Betriebssystem. Darüber haben die Forscher für Cybersicherheit auch Apple im letzten Oktober informiert und das Unternehmen bat um 6 Monate Zeit, bis die Forscher damit an die Öffentlichkeit gehen. Doch bis jetzt hat Apple die Sicherheitslücke nicht geschlossen, sodass die Forscher ihre Ergebnisse veröffentlicht haben.
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