Siri 2.0 setzt auf Gemini: Apple schließt Deal mit Google ab
Gegenüber CNBC hat Apple die Katze aus dem Sack gelassen: Für die Weiterentwicklung von Siri arbeitet der Konzern jetzt mit Google zusammen. Siri und „Apple Intelligence“ werden mit den Modellen von Gemini trainiert.

Foto-Credits: Apple
Schon im vergangenen Sommer gab es von Bloombergs Mark Gurman die Meldung über einen Deal, den Apple angeblich mit Google eingehen möchte. Konkret ging es da um die Zukunft von Siri. Wenn wir ehrlich sind, gehört Apples Sprachassistent nicht gerade zu den Topmodellen auf dem KI-Markt. Das hat man nun auch in Cupertino erkannt.
Langjährige Partnerschaft angekündigt
Gegenüber Jim Cramer von CNBC gab der iPhone-Hersteller eine Erklärung zum anstehenden großen Siri-Update ab, das irgendwann in diesem Jahr veröffentlicht werden soll. Bestätigt wurde eine mehrjährige Partnerschaft mit Google über die Nutzung von Technologien von Gemini- und Cloud-Technologie:
- „Nach sorgfältiger Prüfung kamen wir zu dem Schluss, dass die Technologie von Google die leistungsfähigste Grundlage für Apple Foundation Models bietet, und wir freuen uns auf die innovativen neuen Erfahrungen, die sie unseren Nutzern ermöglichen wird.“
Das bedeutet, dass Apple nicht nur die Schwächen von Siri und „Apple Intelligence“ erkannt hat, sondern wohl auch in der nahen Zukunft keine eigenen Kapazitäten für die Weiterentwicklung des hauseigenen Sprachassistenten aufbringen möchte. Und Apple ist in der Position, alles zu kaufen, wofür man selber keine eigenen Mittel in Form von Entwicklungsteams zur Verfügung stellen will.
Und der Datenschutz?
Als Details zu dem Deal mit Google bekannt wurden, kam schnell die Frage nach dem Datenschutz auf. Teilt Apple die Daten seiner Nutzer künftig mit Google? Die Antwort vorab: Nein. Apple lässt sich lediglich die mehr als 1,2 Billionen Parameter des Modells von Gemini lizenzieren. Damit werden dann die eigenen „Apple Foundation Modelle“ trainiert.
Gegenüber CNBC heißt es dazu:
- „Die Modelle werden weiterhin auf Apple-Geräten und der firmeneigenen Cloud-Computing-Plattform laufen.“
Gemini wird also im Rahmen des Deals mit Google nicht auf dem iPhone, iPad oder Mac integriert. Auch Nutzerdaten werden weiterhin nur innerhalb des Apple-Konzerns gespeichert und nicht weitergegeben. Dem Bericht zufolge bezahlt Apple für die Modelle von Gemini jährlich eine Milliarde Dollar.
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