Technisches Versagen führte zum Ausfall weltweiter Internetauftritte

Den IT-Sicherheitsabteilungen diverser Großunternehmen dürfte gestern Abend die ein oder andere Schweißperle über die Stirn gelaufen sein. Der Grund: Am frühen Donnerstag Abend hörte das Internet vorübergehend auf zu funktionieren. Unabhängig davon, dass dies eine willkommene Bestätigung derer ist, die dem Internet nachsagen, es könne sich auf Dauer nicht durchsetzen, schweiften die Gedanken im ersten Augenblick natürlich auch in Richtung Cyber-Angriff.
Von Shoppingseiten, über Fluggesellschaften und Nachrichtenportalen - alles was im Netz Rang und Namen hat, war für eine gute Stunde vom Bildschirm verschwunden. Neben Amazon waren auch die Seiten von Airbnb der Deutschen Tagesschau oder Microsoft betroffen. In der Zwischenzeit konnte der "Übeltäter" ausfindig gemacht werden. Das Unternehmen Akamai Technologies ließ verlauten, dass der Fehler behoben sei. Außerdem sollen vorbeugende Maßnahmen einen erneuten Ausfall verhindern. Die gesamte Nachricht wurde von einer Entschuldigung an alle Betroffenen umrandet.
Fehler lag im DNS-System
Augenscheinlich lag ein Fehler beim Edge-DNS-Dienst bei Akamai vor. Dazu wurde durch Akamai folgende Information gestreut:
"Wir sind uns eines aufkommenden Problems mit dem Edge DNS-Dienst bewusst. Wir untersuchen das Problem aktiv. Wenn Sie Fragen haben oder durch dieses Problem beeinträchtigt werden, wenden Sie sich bitte an den technischen Support von Akamai. Im Interesse der Zeit stellen wir Ihnen die aktuellsten verfügbaren Informationen zur Verfügung, die Änderungen, Korrekturen und Aktualisierungen vorbehalten sind."
Doch warum führt ein Fehler eines einzigen Anbieters zum Shutdown vieler tausend anderer Internetauftritte?
Das Domain-Name-System sorgt für die richtige Zuordnung von Website-Adressen und deren IP-Adressen. Sofern ein Fehler im DNS-Server vorliegt, wird diese Zuordnung gestört. Die Firma Akamai ist im Bereich der Optimierung von Lastenverteilung diverser Webinhalte zuständig und betreut in Form eines Cloud-Services über 3500 Kunden. Die Betroffenen zählen zur Kundschaft von Akamai und waren daher ebenso betroffen.
Ein um 17:46 Uhr eingespieltes Updates der Softwarekonfiguration führte zu der Störung im DNS-System. Dadurch konnte durch verschiedenste Browser nicht mehr auf die jeweiligen Webseiten weitergeleitet werden. Um den Fehler zu beheben, setzte Akamai das Update zurück. Daraufhin waren alle Webseiten wieder erreichbar.
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