Verkaufsverbot für Oppo: Landgericht Mannheim schiebt Händlern Riegel vor
Die Luft für Oppo wird in Deutschland immer dünner. Nachdem das chinesische Unternehmen im August seinen Onlineshop schließen musste, hat das Landgericht Mannheim nun den Verkauf von Oppo-Smartphones durch Händler wie Otto, Freenet oder Cyberport verboten.

Langsam aber sicher zeichnet sich das endgültige Aus für Smartphones des chinesischen Herstellers Oppo in Deutschland ab. Weil eine Lizenz für ein Patent mit Nokia nicht verlängert wurde, haben die Finnen im August letzten Jahres ein Verkaufsverbot erwirkt. Konkret ging es um das WLAN-Modul und eine Technologie, mit der versteckte Netzwerke erkannt werden können.
Seitdem kann man über den Onlineshop von Oppo keine Hardware mehr bestellen. Obwohl die Chinesen mehrfach angekündigt hatten, dem deutschen Markt erhalten zu bleiben und dass eine Lösung gesucht werde, kam der Shop nicht mehr online. Im März sah es dann schon anders aus. Laut einem Statement des Konzerns sei es ungewiss, ob man weiterhin Smartphones in Deutschland verkauft. Bei diversen Händlern gab es Oppo-Handys allerdings nach wie vor zu kaufen.
Händler stoppen Verkauf von Oppo-Smartphones
Nokia hat nun seinen Standpunkt gefestigt und beim Landgericht Mannheim den Sachverhalt prüfen lassen. Das Ergebnis: Die einstweilige Verfügung aus dem letzten Jahr gilt auch für Wiederverkäufer. Die Richter haben mehreren deutschen Händlern den Vertrieb von Smartphones der Marke Oppo untersagt (via WinFuture).
Im Detail werden die folgenden Händler genannt: Otto, Logitel, 1&1, Expert, Freenet, MMS-E-Commerce, Drillisch, Komsa, Brodos und Cyberport. Damit scheint das Verkaufsverbot gegen Oppo endgültig besiegelt zu sein. Wenn man in den Shops der genannten Händler nach Oppo-Smartphones sucht, stellt man fest, dass diese nicht mehr angeboten werden.
Interessant ist dazu auch eine Nachricht des Oppo-Supports auf Twitter vom 19. Mai:
- „Der Verkauf über Oppos eigene Kanäle in Deutschland ist vorübergehend eingestellt, aber du kannst weiterhin Oppo-Produkte nutzen, auf Kundendienstleistungen zugreifen, zukünftige Softwareupdates erhalten und vieles mehr.“
Vom Verkauf ist da keine Rede mehr. Knapp drei Wochen vorher ging der Support noch davon aus, dass man zeitnah eine Lösung findet und „bald zum regulären Betrieb zurückkehrt“.
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