50 Millionen Euro Strafe in 10 Wochen: Apple erhält in den Niederlanden erneutes Bußgeld
Jede Woche, in der Apple die Anforderungen einer niederländischen Wettbewerbsbehörde an alternative Bezahlmethoden nicht umsetzt, erhält das Unternehmen ein weiteres Millionenbußgeld. Nun ist der Gesamtbetrag von 50 Millionen Euro erreicht - ein Ende der Auseinandersetzung ist damit jedoch noch nicht in Sicht.

In diesem Jahr berichteten wir bereits häufiger darüber, dass Apple wöchentlich ein Bußgeld in Höhe von 5 Millionen Euro in Kauf nimmt, anstatt den Aufforderungen der niederländischen Behörde für Verbraucher und Märkte (ACM) nachzukommen. Die Institution aus unserem Nachbarland hat Apple im vergangenen Jahr auferlegt, alternative Bezahlsysteme für Dating-Apps zu tolerieren. Vorausgegangen waren umfangreiche Forderungen der ACM auch in anderen Bereichen alternative Bezahlsysteme zu installieren, schlussendlich konzentrierte man sich in den Niederlanden auf die Sparte der Dating-Apps.
Seit Anfang Januar wurde Apple dazu angehalten, sein Bezahlsystem in genannter Weise zu erweitern, andernfalls drohte ein wöchentliches Bußgeld in Höhe von 5 Millionen Euro. In dieser Woche hat Cupertino nun das zehnte Mal in Folge ein solches Bußgeld erhalten, womit sich die Gesamtstrafe mittlerweile auf 50 Millionen Euro beläuft.
Auf den ersten Blick ist Apple der Forderung der ACM nachgekommen, indem Entwickler von Dating-Apps in den Niederlanden externe Zahlungsanbieter mit ins Boot holen dürfen. Um diese Bezahlmethoden jedoch anbieten zu können, müssen Entwickler einen von Apple auferlegten Bewerbungsprozess durchlaufen. Außerdem dürfen die betroffenen Unternehmen gleichzeitig nicht auch noch Apples In-App-Käufe über ihre Anwendungen anbieten.
Darüber hinaus müssen Entwickler eine monatliche Aufzeichnung aller Verkäufe einreichen, damit Apple die von 30 auf 27 Prozent reduzierte Provision anwenden kann. Alles in allem zeigte sich die ACM mit dieser Entwicklung alles andere als einverstanden. Einem aktuellen Bericht von TechCrunch zufolge habe Apple am vergangenen Wochenende einen neuen Vorschlag unterbreitet, wie sich die Vorschriften der niederländischen Regulierungsbehörde zur Zufriedenheit aller Beteiligten umsetzen lasse.
Die ACM betonte jedoch bereits, dass das Ende der Fahnenstange bei 50 Millionen Euro noch nicht erreicht sei. In einer nächsten Runde könnte es für Cupertino also deutlich teurer werden.
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