Sonstiges · Android

Ad-Tracking auf Android: Google zieht nach

Google will in Zukunft einen verstärken Fokus auf den Datenschutz legen. Als Vorbild dient Apple, jedoch mit einem signifikanten Unterschied. 

A
AppTickerTeam
05.06.20212 Min. Lesezeit
Ad-Tracking auf Android: Google zieht nach
Banner-Werbung
Leaderboard · 970 × 250 / 728 × 90

Apple hat es mit iOS 14.5 bereits vorgemacht. Die Ad-Tracking-Transparency bietet Nutzern die Möglichkeit, für jede App einzeln zu entscheiden, ob das Unternehmen die persönlichen Daten des Users für Werbezwecke weiterverarbeiten darf. Diese Zustimmung blieb seitdem, wenig überraschend, beim Großteil der iPhone-Nutzer aus. Unternehmen reagierten daraufhin sofort und zogen sich mit ihren Aktivitäten auf iOS zurück. Der Fokus wurde seit jeher verstärkt auf Android-Nutzer gelegt. 

Google kündigte nun wiederum ebenfalls an, den Zugriff auf die Werbe-ID (Android Advertising ID) zukünftig zu beschränken. App-übergreifendes Daten-Tracking wird dadurch erschwert. Google wendet sich in dem Zusammenhang bereits an die Entwickler im Play Store und teilt diesen mit, dass sie Android-Nutzern "mehr Kontrolle über ihre Daten geben und die Sicherheit und den Datenschutz stärken wollen". 

Sollten Unternehmen auf die Werbe-ID zugreifen wollen, obwohl der Nutzer den Zugriff deaktiviert hat, erscheint dem Unternehmen lediglich eine Aneinanderreihung von Nullen. Die tatsächliche Umsetzung soll mittels Update bis zum Jahresende erfolgen.   

Keine Daten ohne Werbe-ID?

Bislang ist es so, dass Android-User personalisierte Werbung per Opt-out deaktivieren können. Dennoch erfolgt beim Öffnen einer Android-App die Identifizierung mittels ID, weshalb auch weiterhin Eingaben und persönliche Daten aufgezeichnet werden können. Diese dadurch gewonnenen Daten können von den Entwicklern zum Zwecke von Analysen u. ä. verwendet werden. 

Noch im Juli möchte Google eine Alternative zur Werbe-ID bereitstellen, die für Analyse-Zwecke verwendet werden kann. Die Werbe-ID wird parallel dazu bestehen bleiben. Sollten User sich nicht aktiv für den Opt-out entscheiden, ist das Datentracking für Unternehmen weiterhin möglich. Im Gegensatz zu Apple, müssen Android-User somit selbst aktiv werden und den Zugriff untersagen. Aus der Erfahrung heraus, ist die Motivation bei den Nutzern zur Umsetzung über diesen Weg geringer, als über einen Opt-in. 

Wie die neuen Datenschutzeinstellungen zum Ende des Jahres tatsächlich aussehen könnten, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend fest. Aufgrund der Vorstöße von Apple steht Google jedoch unter Zugzwang. Spätestens im Jahr 2022 sollen die Veränderungen auf allen Geräten greifen.  

Banner-Werbung
Inline · Billboard 970 × 250

Das könnte dich auch interessieren

Weitere Geschichten aus Sonstiges.

Alle Sonstiges →
Google Pixel 11 startet am 20. August
Smartphone

Google Pixel 11 startet am 20. August

Google stellt die Google Pixel 11-Reihe vor: fünf Smartphones, eine Smartwatch und KI-Features. Verkaufsstart am 20. August 2026.

Vor 4 Std3 Min
Apple Intelligence China basiert auf Qwen von Alibaba
Apple

Apple Intelligence China basiert auf Qwen von Alibaba

Ein versehentlich sichtbarer Guide zeigt, wie Apple Intelligence China mit Qwen von Alibaba arbeiten soll und welche Datenschutzrisiken das birgt.

Vor 3 Tagen3 Min
Drei WebKit-Lecks umgehen Proxy und iCloud Private Relay auf iOS und macOS
iOS

Drei WebKit-Lecks umgehen Proxy und iCloud Private Relay auf iOS und macOS

Drei Schwachstellen in Apples WebKit-Motor können die echte IP-Adresse und DNS-Abfragen von Nutzern preisgeben, die auf Proxy- oder Tor-Verbindungen setzen. VPN-Nutzer bleiben von den Lücken verschont.

05.08.20263 Min
Reddit prüft Kündigung des Lizenzvertrags mit Google
Technik News

Reddit prüft Kündigung des Lizenzvertrags mit Google

Reddit-Chef Steve Huffman kritisiert Googles KI-Suchzusammenfassungen scharf und signalisiert zugleich, dass das Unternehmen den 60-Millionen-Dollar-Lizenzdeal beenden könnte. Weitere große Publisher wiegen ebenfalls einen Ausstieg.

04.08.20264 Min
Sammelklage wegen Gesichtserkennung in der Fotos-App gegen Apple zugelassen
Apple

Sammelklage wegen Gesichtserkennung in der Fotos-App gegen Apple zugelassen

Ein US-Richter hat die Fortführung einer Sammelklage bestätigt, die Apples Gesichtserkennung in der Fotos-App zum Vorwurf macht. Theoretisch stehen bis zu 32,5 Milliarden Dollar auf dem Spiel, bevor jedoch gezahlt wird, müssen die Kläger den Datenschutzverstoß noch beweisen.

04.08.20264 Min
Apple wehrt sich gegen britischen Zwang zur iCloud-Backdoor
Apple

Apple wehrt sich gegen britischen Zwang zur iCloud-Backdoor

Apple hat die britische Regierung vor Gericht gebracht, nachdem London die Integration einer Hintertür in die iCloud gefordert hatte. Der Konzern warnt davor, dass diese Maßnahme die Sicherheit der gesamten Plattform unwiderruflich aushöhlt.

03.08.20263 Min

Kommentare

Sei der Erste, der hier kommentiert.

Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.

News & Schnäppchen — jeden Freitag in deiner Inbox.

Die wichtigsten App-News und besten Deals der Woche, kuratiert von der Redaktion. Kein Spam.