App Store in den Niederlanden: Apple erhält dritte Woche in Folge Millionen-Bußgeld
Weil Apple Forderungen einer niederländischen Behörde nicht nachkommt, wurde dem Unternehmen die dritte Woch in Folge ein Bußgeld in Höhe von 5 Millionen Euro aufgebrummt.

In den Niederlanden ist vor wenigen Wochen ein Streit um Dating-Apps entfacht. Im Januar entschied die niederländische Behörde für Verbraucher und Märkte (ACM), dass Apples Unternehmungen, im App Store alternative Zahlungsmethoden im Zusammenhang mit Dating-Apps zu erlauben, nicht den Anforderungen einer vorausgegangenen Entscheidung entspricht.
Zum Hintergrund: Die gleiche Institution hat Apple im vergangenen Jahr dazu verpflichtet, alternative Bezahlsysteme für Dating-Apps zu tolerieren. Apple gab sich von Anfang an kooperativ und willigte ein, dieser Aufforderung nachzukommen.
Zulassung alternativer Bezahlmethoden bei Dating-Apps
Den Anforderungen der ACM wollte Apple insofern nachkommen, dass das Unternehmen zwei optionale neue Berechtigungen einführte, die lediglich bei Dating-Apps im niederländischen App Store greifen können und den Zugang zu alternativen Zahlmethoden eröffnen. Gegenüber dem Magazin Reuters äußert sich die ACM allerdings kritisch und zeigt sich unzufrieden mit der tatsächlichen Umsetzung.
Apple verlangte bisher von Entwicklern 30 Prozent Provision bei In-App-Käufen und anderen Zahlvorgängen. Wer sich nun für eine von Apple offerierte alternative Zahlmethode außerhalb des App Stores entscheidet, wird mit Provisionszahlungen von 27 Prozent nur unwesentlich geringer belastet.
Darüber hinaus hat Apple ein spezielles Bewerbungsverfahren für Entwickler eingeführt, wenn diese eine alternative Bezahlmethode außerhalb des App Stores nutzen möchten.
Insgesamt 15 Millionen Euro Bußgeld
Da die ACM seine Auflagen als nicht erfüllt ansah, verhängte die Behörde gegen Apple kurzerhand ein Bußgeld in Höhe von 5 Millionen Euro. Das Bußgeld kann wöchentlich bis zu einer Gesamtsumme von 50 Millionen Euro erhöht werden, sofern die Behörde keine zufriedenstellende Reaktion von Apple feststellt.
Mit der nun erneut ausgesprochenen Geldbuße in Höhe von 5 Millionen Euro, summiert sich der Gesamtbetrag auf mittlerweile 15 Millionen Euro. In der Zwischenzeit ist Apple gegen die Anordnung der ACM in Berufung gegangen und begründet diesen Schritt mit einem erhöhten Risiko in Bezug auf den Datenschutz und die Sicherheit der Kunden, sobald alternative Bezahlmethoden angeboten werden.
Ein weiteres Problem: Apple wäre nicht in der Lage, Kunden im gewohnten Umfang Unterstützung bei Erstattungsanträgen oder der Verwaltung von Abonnements zu bieten, sofern der Kauf über alternative Zahlmethoden außerhalb des eigenen Systems abgewickelt wurde.
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