Apple bestellt Komponenten für die Apple Watch 2
Vor einigen Monaten kursierten Gerüchte, wonach Apple im März dieses Jahres die Apple Watch 2 auf den Markt bringen werde. Das war bekanntlich nicht der Fall, was wiederum schon Wochen vor der Keynote am 21. März klar wurde, da gar nichts auf eine neue Generation der Smartwatch hindeutete. Nicht einmal im Betriebssystem watchOS, welches zeitgleich zur Keynote ein neues Update auf die Versionsnummer 2.2 bekommen hat.
Mittlerweile wird ein Marktstart der zweiten Generation der Apple Watch in der ersten Jahreshälfte immer unwahrscheinlicher. Der Marktanalyst Ming-Chi Kuo glaubt, dass die Massenproduktion der Smartwatch erst im dritten Quartal starten werde. Außerdem erwartet er mehr eine Art S-Modell, welches das bestehende Design ausreizt aber keine wirklich großen Neuerungen mit sich bringen werde.
Letzte Woche meldete sich auch der Markanalyst Brian White zu diesem Thema zu Wort und sagte eine Vorstellung im Juni dieses Jahres voraus. Außerdem rechnet er mit einem 20% bis 40% dünneren Gehäuse, was schon einer ordentlichen Überarbeitung der Smartwatch gleichkommen würde. Eine Vorstellung auf der WWDC-keynote im Juni widerspricht aber einem Marktstart im dritten Quartal nicht. Möglicherweise wird Apple die Apple Watch 2 erst im Juni vorstellen und dann Monate später auf den Markt bringen.
Digitimes: Apple bestellt Komponenten für die Apple Watch 2
Laut einem aktuellen Digitimes-Bericht ist Apple schon in den Vorbereitungen der Produktion der Apple Watch 2, indem bei Zulieferern schon die Komponenten bestellt werden. Die zentrale Recheneinheit mit dem Prozessor, Arbeitsspeicher und weiteren Systemen, System-in-Package (SiP) genannt, soll hauptsächlich von Advanced Semiconductor Engineering zusammen gebaut werden. Das Unternehmen fertigt dabei auch schon die SiP-Einheiten für die Apple Watch der ersten Generation.
System-in-Package, kurz SiP, ist dabei eine Zwischenstufe zwischen der herkömmlichen diskreten Bauweise, wo die einzelnen Bauelemente offen auf einer Platine aufgelötet werden, und System-on-a-Chip, kurz SoC genannt, wo die einzelnen Systeme wie die CPU, der Speicher, Grafikprozessor etc. alle monolithisch aus einem Stück Silizium gefertigt werden. So sind als Beispiel die Prozessoren in iOS-Geräten SoC-Systeme.
Die einzelnen Komponenten wie die CPU, der Arbeitsspeicher und der NAND-Flashspeicher sollen hingegen weiterhin von Samsung produziert werden. Diese Aufteilung, Samsung produziert die eigentlichen Schaltkreise, Advanced Semiconductor Engineering baut sie zu den SiP-Einheiten zusammen, herrscht auch schon bei der Produktion der Apple Watch 1 vor, so Digitimes. Um welche Bestellzahlen es sich dabei handelt und für welchen Zeitraum, das geht jedoch leider aus dem Bericht nicht hervor.
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