Apple erlaubt xCloud und Stadia mit neuen Richtlinien
Durch geänderte App-Store-Regeln am Freitag öffnet sich Apple den Gaming-Streamingdiensten wie Microsofts xCloud und Google Stadia.

Bislang hatten die Entwickler von verschiedenen Game-Streaming-Diensten keine Möglichkeit, ihre Services im App Store anzubieten. Somit gab es keine Möglichkeit für iPhone Nutzer die Dienste wie Microsofts xCloud oder Google Stadia zu nutzten. Wie die Internetseite The Verge berichtet, können iPhone-Nutzer nun durch geänderte App-Store Richtlinien hoffen.
Bislang sind alle versuche, andere Game-Streamingdienste auf die iPhones zu bringen, gescheitert. Die einzige Möglichkeit eine Gaming-Flatrate unter Apple zu nutzten, ist Apple Arcade. Dies soll sich zukünftig ändern, wenn auch unter strikten Bedingungen.
Alternative App-Stores nicht gewünscht
Die Spiele-Streaming-Dienste waren bis jetzt unter iOS strikt verboten, da Apple keine eigenständige Store-Anwendungen zugelassen hat. Die Begründung war stets die, dass Apple die Streaming Dienste als eigenen App-Store bewertet hat. Laut Apple würde dadurch die Gefahr bestehen, dass potenziell schädliche Software auf das jeweilige iPhone gelangt, da diese aus unbekannten Quellen kommen würde.
Apples Regeländerung vom vergangen Freitag ist somit ein großer Schritt, sich einem neune Markt zu öffnen. Bei näherer Betrachtung hat der iPhone Hersteller es den Gaming-Streaming-Diensten formal leichter gemacht aber faktisch schwerer. Immerhin verfügen die App-Store-Regeln jetzt über einen dedizierten Paragrafen, der sich mit den einzelnen Anbietern beschäftigt- Hierzu lautet der einleitende Satz: "Streaming-Games sind erlaubt, solange sie sich an die Regeln halten."
Hohe Auflagen an Streaming-Dienste
Dann wird es konkret. Es müssen alle Games einzeln zum Review eingereicht werden, dies zählt auch für Updates. Die Spiele dürfen nicht aus einer Cloud abgerufen werden, sondern müssen mit vollständigen Metadaten ausgestattet sein, damit sie in der Suche und vor allem auch im App-Store vollständig angezeigt werden. Die Spiele von xCloud oder Stadia erhalten eigene App-Store-Einträge. Zusätzliche Funktionen und Assets, die in den jeweiligen Spielen gekauft werden können, müssen über Apples Bezahlmethoden abgewickelt werden. Die Spiele müssen mit Methoden wie der Kindersicherung Screentime sich einschränken lassen und jeweils als eigenes App Icon auf dem iPhone des Nutzers auftauchen. Des Weiteren dürfen die Anbieter Ihre Angebote im App-Store in jeweiligen Katalogen bündeln, dies darf aber nur das finden innerhalb des Stores erleichtern. Abos dürfen Angeboten werden, aber nur unter der Nutzung der Apple-Verfahren.
Klarstellung
Apple erlaubt nun ausdrücklich "kostenlose Apps, die als separater Client zu einem kostenpflichtigen Web-Tool" arbeiten. Darunter zählen laut des Konzerns E-Mail-, Cloud- und VOIP-Dienste oder Webhosting-Helfer. Microsoft und Google begrüßte diesen Schritt seitens Apple, es ist aber fraglich, ob die Dienste xCloud und Stadia anbieten werden, da es einige Einschnitte geben würden und das Grundprinzip von Cloud-Gaming nicht mehr gegeben ist.
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