Apple geht gegen Apps mit irrational hohen Preisen vor
Betrügerische Apps kommen im App Store immer wieder vor. Nun geht Apple wohl deutlich verstärkt dagegen vor und lehnt Apps ab, welche den verlangten Preis nicht rechtfertigen können.

In den meisten Fällen gehen die Betrüger dabei so vor, dass eine kostenlose App mit deutlich überhöhten Abonnement-Preisen im App Store veröffentlicht wird und mit gefälschten Bewertungen und Rezensionen versucht wird die App in den Suchergebnissen prominenter darzustellen bzw. grundsätzlich die Nutzer zu täuschen und den Eindruck zu erwecken, als würde es sich hier um eine hochwertige App handeln.
Der einzige und eigentliche Zwecke der App ist jedoch den Benutzer möglichst schnell dahin zu bewegen, dass er entweder einen deutlich überteuerten In-App-Kauf, oder noch besser ein Abonnement abschließt. Einige Kunden versuchen zwar den bezahlten Preis nachträglich zurück zu verlangen, viele tun dies jedoch nicht, was unter dem Strich immer noch sehr hohe Gewinne für solche Entwickler bedeutet.
Inzwischen scheint Apple gegen solche Betrugsversuche deutlicher vorzugehen und verdächtige Apps abzulehnen. So haben sich inzwischen mehrere Entwickler gemeldet, dass deren Apps von Apple während der Prüfung, oder sogar nachträglich abgelehnt wurden, dabei wird sogar eine recht deutliche Sprache gesprochen und die in den den Apps festgelegte Preise als "Abzocke von Kunden" bezeichnet.
Schaut man sich die App Store Review Guidelines von Apple an, so findet sich der Begriff "Abzocke" mindestens zweimal, z. B. in Abschnitt 3, wo Apple erklärt, dass "wir keine Apps und In-App-Käufe veröffentlichen, die eindeutig Abzocke sind."
Diese Regel gibt es zwar schon seit längerer Zeit, nun scheint Apple begonnen zu haben diese strenger durchzusetzen. Eine schnelle Google-Suche ergibt ein paar Ergebnisse in den Apple-Entwicklerforen mit ähnlichen Formulierungen wie "Abzocke", welche bis in den Oktober 2020 zurückreichen. Es ist möglich, dass die jüngsten Probleme mit Betrügereien, die im App Store aufgedeckt wurden, Apple dazu veranlasst haben, seine Überprüfungsrichtlinien dahingehend zu ändern, dass die Preise für Abonnements und andere In-App-Käufe genauer untersucht werden, bevor eine App genehmigt wird.
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