Apple gibt auf: CSAM-Scan wird endgültig eingestampft
Die Ankündigung, lokal gespeicherte Dateien auf strafrechtlich relevante Inhalte zu scannen, schlug hohe Wellen. Nun steht endgültig fest, dass es das Feature nicht mehr auf das iPhone schaffen wird.

Apples Einsatz im Kampf gegen kinderpornografische Inhalte ist durchaus lobenswert. Im Fall der geplanten Überprüfung lokaler Dateien ist das Unternehmen jedoch etwas über das Ziel hinausgeschossen. Es ist auch bei anderen Anbietern soweit üblich, dass Cloud-Betreiber einen Scan durchführen, sobald die Dateien auf Server hochgeladen werden.
Apple präsentierte im vergangenen Jahr jedoch andere Pläne: Statt in der Cloud sollte der Scan mittels Hashes bereits auf dem Endgerät der Nutzer stattfinden. Der eigentliche Zweck, die Verbreitung kinderpornografischer Inhalte zu unterbinden, geriet dadurch schnell in den Hintergrund. Beim Nutzer blieb lediglich hängen, dass Apple zukünftig die gesamte Fotomediathek scannt und auswertet.
Vor allem Regierungskritiker, Journalisten und andere unerwünschte Personen in autoritär geführten Staaten befürchteten, dass ihre Regierungen die Scan-Funktion für andere Zwecke missbrauchen könnten.
Apple verzichtet auf lokalen Scan von Dateien
Vier Wochen nach der Verkündung der ursprünglichen Pläne ruderte Apple angesichts großer Proteste zurück und gab zu Protokoll, dass man das gesamte Konzept des Fotoscans überdenken müsse. Dazu wollte man sich erneut mit dem Feedback von Nutzern, Forschern und anderen Interessenvertretern auseinandersetzen.
Anschließend wurde es ruhig rund um das ambitionierte Projekt. Mit der Ankündigung, Ende-zu-Ende-Verschlüsselungen weiter auszuweiten, gab das Unternehmen nun zu Protokoll, dass man sich in Gänze gegen das Feature entschieden habe.
Stattdessen wird Apple zukünftig verstärkt auf das in iMessage enthaltene Feature "Kommunikationssicherheit" ("Communication Safety") zur Warnung vor Nacktbildern setzen und dieses auch weiter ausbauen. Gleichzeitig gab das Unternehmen zu Protokoll, dass man keine weiteren Anstrengungen mehr unternehme, den CSAM-Scan ("Child Sexual Abuse Material") auf Apple-Devices zu integrieren.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apple.

Apple plant massiven Produktstau für den Herbst 2026
Laut Lieferkettenberichten bringt Apple im kommenden Herbst mehr als fünfzehn neue Geräte auf den Markt. Das Spektrum reicht vom ersten faltbaren iPhone bis hin zu vernetzten Smart-Home-Lösungen.

Apple preist Macs und iPads teurer – Analysten bleiben ruhig
Apple hat am 25. Juni 2026 Preiserhöhungen für Teile des Mac- und iPad-Sortiments bekanntgegeben. Die Aktie reagierte mit einem deutlichen Kursverlust von 4,8 Prozent, doch Analysten von Evercore ISI und Wedbush sehen die Maßnahme als notwendigen Schutz der Gewinnmarge.

Apple erhöht deutlich die Preise für fast alle Hardware-Produkte
Apple hat die Preise für nahezu das gesamte Hardwaresortiment angehoben, mit einer bemerkenswerten Ausnahme: Das aktuelle iPhone bleibt verschont. Die Mehrkosten reichen von 30 bis 500 Euro.

Apple hat Entwicklung des iPhone Ultra 2 freigegeben
Apple hat die Projektentwicklung für das zweite klappbare iPhone offiziell freigegeben. Der Marktstart ist für Herbst 2027 geplant, während die Air-Serie noch vom Erfolg des Vorgängers abhängt.

iPhone 18 Pro: Analysten sehen nur moderate Preiserhöhung
Tim Cook hatte vor deutlichen Preissprüngen gewarnt, doch J.P. Morgan dämpft die Ängste: Dank eines eigenen Modems bleibt der Aufschlag für das iPhone 18 Pro moderat.

Apple aktualisiert Support-Anleitungen für gestohlene iPhones
Apple hat seine offiziellen Anleitungen für den Fall eines Diebstahls überarbeitet. Besonders die Warnung vor Kontaktinfos auf dem Sperrbildschirm und neue Hinweise zum Verlustmodus sind relevant für Betroffene.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.