Mac News · Mac Pro

Apple plante M2 Extreme und M3 Extreme: Doppelte Kernzahl, keine Veröffentlichung

Apple sollte nach Plänen von Bloomberg-Journalist Mark Gurman Extreme-Chips mit doppelter Leistung gegenüber den Ultra-Modellen entwickeln. Die ambitionierten Prozessoren für den Mac Pro wurden jedoch wegen hoher Kosten und fehlender Nachfrage gestrichen.
A
AppTickerTeam
20.07.20263 Min. Lesezeit
Apple plante M2 Extreme und M3 Extreme: Doppelte Kernzahl, keine Veröffentlichung
Banner-Werbung
Leaderboard · 970 × 250 / 728 × 90

Die Workstation-Strategie von Apple hat einen unerwarteten Einschnitt erfahren. Bloomberg-Journalist Mark Gurman berichtet in seiner Kolumne Power On über verworfene Entwicklungspläne, die weit über die aktuellen Apple-Silicon-Modelle hinausgingen. Demnach plante das Unternehmen Prozessoren, die selbst die bisherigen Spitzenmodelle mit enormem Abstand übertreffen sollten. Diese Ambitionen scheiterten an wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und korrespondieren mit der jüngsten Entscheidung, die gesamte Mac-Pro-Reihe vom Markt zu nehmen. Für die Nutzer bedeutet dies einen grundlegenden Wandel im High-End-Mac-Segment.

Extreme-Chips mit doppelter Kernzahl

Apple hatte intern an zwei Chip-Generationen gearbeitet, die Gurman als M2 Extreme und M3 Extreme bezeichnet. Diese Chips sollten spezifisch für den Mac Pro konzipiert werden und technisch einen enormen Sprung gegenüber den bereits vorhandenen Ultra-Varianten darstellen. Der entscheidende Unterschied lag in der Anzahl der Prozessorkerne: Die Extreme-Modelle sollten jeweils doppelt so viele CPU- und GPU-Kerne aufweisen wie ihre Ultra-Pendants. Gurman argumentiert, dass die Bezeichnung Extreme im bestehenden Apple-Naming-Schema die logische Fortsetzung nach Ultra wäre. Der Journalist hatte bereits im Jahr 2022 erste Hinweise auf diese ambitionierten Pläne gegeben, liefert nun aber die detaillierten technischen Spezifikationen nach.

Fertigungskosten und Marktrealität

Trotz der beeindruckenden technischen Daten entschied sich Apple gegen eine Veröffentlichung der Extreme-Chips. Ein zentrales Hindernis stellte die enorme Fertigungskostenstruktur dar, die sich aus den riesigen Silizium-Wafern ergab. Die Herstellung solcher massiv vermaschter Prozessoren war wirtschaftlich kaum zu stemmen. Hinzu kam, dass die Nachfrage am oberen Ende des Mac-Pro-Portfolios deutlich geringer ausfiel, als zunächst erwartet. Ein solches Nischenprodukt mit entsprechenden Produktionskosten ließ sich auf dem Markt nicht rentabel platzieren. Das Unternehmen zog den Schluss, dass die Ressourcen besser an anderer Stelle eingesetzt waren als in die Entwicklung eines teuren, wenig nachgefragten Chips.

Mac-Pro-Ära endet 2026

Die Aufgabe der Extreme-Chip-Entwicklung ging Hand in Hand mit einer weiteren strategischen Neuausrichtung. Apple kündigte im Jahr 2026 den Mac Pro als vollständige Produktlinie an. Damit endet eine zwanzigjährige Erfolgsgeschichte einer der bekanntesten Workstation-Reihen des Unternehmens. Die Einstellung des physischen Rechners macht die Entwicklung der noch leistungsfähigeren Extreme-Chips automatisch überflüssig. Nutzer, die auf maximale Rechenleistung angewiesen sind, können weiterhin auf den Mac Studio zurückgreifen, der als direkter Nachfolger in diesem Marktsegment fungiert. Die Lücke, die der Mac Pro hinterlässt, bleibt im reinen Workstation-Bereich bestehen.

Banner-Werbung
Inline · Billboard 970 × 250

Das könnte dich auch interessieren

Weitere Geschichten aus Mac News.

Alle Mac News →

Kommentare

Sei der Erste, der hier kommentiert.

Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.

News & Schnäppchen — jeden Freitag in deiner Inbox.

Die wichtigsten App-News und besten Deals der Woche, kuratiert von der Redaktion. Kein Spam.