Apple testet angeblich OLED-Bildschirme für Macs
Seit vielen Monaten heißt es, dass Apple bei den iPhones ab 2017 auf OLED-Displays setzen werde. Viele Hersteller von Smartphones und anderer Geräte setzen schon lange auf diese Technologie, die zum Teil grunssätzlich anders aufgebaut ist als herkömmliche LCD-Displays und daher auch ihre Vor- und Nachteile gegenüber diesen besitzt. Zwar dauert es noch fast ein Jahr bis Apple die nächste iPhone-Generation auf den Markt bringen wird, doch der Umstieg auf OLED scheint aufgrund der vielen Quellen eigentlich schon fast bestätigt zu sein.
Möglicherweise wird Apple aber auch bei den anderen Geräten auf OLED-Displays umsteigen, und zwar bei den MacBooks. So berichtet ETNews aus Südkorea, dass Samsung die OLED-Touchleiste bei den neuen MacBook Pro produziert. Gleichzeitig soll Apple dabei sein, OLED-Displays für Macs zu testen und die Möglichkeiten für einen Umstieg auf diese Technologie zu überprüfen. Die Vorteile wären, dass derartige Displays energiesparender sind, da nur die Bereiche Energie benötigen, die auch wirklich leuchten. Schwarze Bereiche benötigen keinerlei Energie und dunkle sowie farbige Bereiche benötigen weniger.
Das hängt mit dem Aufbau von OLED-Displays zusammen, wo die einzelnen Bildpunkte selber leuchten, während bei herkömmlichen LCD-Bildschirmen die komplette Fläche durch ein Hintergrundlicht beleuchtet und dann durch eine Flüssigkristallmaske je nach dargestelltem Bild gefiltert wird. Das hat bei OLEDs außerdem die beiden Vorteile, dass der Kontrast besser ist und natürlich keine Hintergrundbeleuchtung nötig ist, sodass die Displays nur etwa ein Drittel der Dicke aufweisen.
Nachteile hat die OLED-Technologie aber natürlich auch, die mit dem Aufbau dieser Displays zusammenhängen, genauer gesagt den eingesetzten Stoffen. OLED steht nämlich für organische Leuchtdioden, und die organischen Leuchtverbindungen sind bei Weitem nicht so stabil wie die anorganischen Verbindungen in normalen LEDs. Dadurch ist die Lebensdauer stärker begrenzt und es können so Einbrenneffekte entstehen, wenn beispielsweise an der selben Stelle des Displays immer das selbe Logo angezeigt wird. Bei MacBooks, die in der Regel einige Jahre genutzt werden bis ein Ersatzgerät gekauft wird, könnte sich dieser Effekt stärker bemerkbar machen als bei Smartphones.
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