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Apple und Google: Wie beide Konzerne Milliarden miteinander verdienen

Der Suchmaschinendeal zwischen Google und Apple spült dem iPhone-Konzern auch in Zukunft jährlich viele Milliarden in die Taschen. Wir werfen einen Blick auf die äußerst umstrittene Zusammenarbeit der zwei Tech-Giganten.

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AppTickerTeam
24.05.20223 Min. Lesezeit
Apple und Google: Wie beide Konzerne Milliarden miteinander verdienen
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Auf dem Elektronik- und Technologiemarkt können zwei Unternehmen sowohl erbitterte Konkurrenten als auch gleichzeitig Geschäftspartner sein. Ein prominentes Beispiel bildet die Verbindung zwischen Apple und Samsung. Seit Jahren buhlen beide Smartphone-Hersteller um die Gunst der Kunden und übertreffen sich auf den jährlichen Keynotes regelmäßig gegenseitig. Gleichzeitig liefert das südkoreanische Unternehmen seit jeher wichtige iPhone-Komponenten wie Bildschirme oder Akkus. 

Mit Google tritt ein weiterer großer Name im direkten Umfeld von Cupertino auf. Auf dem Gebiet der Smartphones stehen beide Konzerne in Konkurrenz zueinander, wenngleich sich die von der Suchmaschine ausgehende "Gefahr" (noch) in Grenzen hält. Viel wichtiger für beide Beteiligten dürfte jedoch die seit Jahren bestehende gewinnbringende Zusammenarbeit sein. Der in der Vergangenheit viel diskutierte Suchmaschinen-Deal zwischen Apple und Google sorgt beim iPhone-Hersteller seit geraumer Zeit für Einnahmen in Milliardenhöhe. Gleichzeitig profitiert Google von unzähligen Daten der iPhone-Nutzer, auf die das Unternehmen Zugriff erhält. 

20 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022

Wer sich ein neues iPhone oder iPad kauft, greift standardmäßig auf die Suchmaschine Google zurück, sobald in Safari eine Internetsuche gestartet wird. Das gleiche gilt für Besitzer eines Macs. Diese voreingestellte Konfiguration lässt sich Apple von Google fürstlich bezahlen. Welche Summen im Detail von der Alphabet-Tochter an Apple überwiesen werden, ist nicht bekannt. Beide Vertragspartner hüllen sich dahingehend traditionell in Schweigen. 

Verschiedenen Branchenexperten zufolge hat Apple alleine im Jahr 2021 mindestens 15 Milliarden US-Dollar durch den lukrativen Deal eingestrichen. Im Jahr 2022 soll die Summe sogar bei etwa 20 Milliarden US-Dollar liegen. Die Kritik an der Vereinbarung reißt jedoch nicht ab. Vor allem Apple muss sich dabei immer wieder dem Vorwurf stellen, mit einer "Datenkrake" zusammenzuarbeiten, obwohl man keine Gelegenheit auslasse, das eigene Engagement in Bezug auf Datenschutz und Privatsphäre hervorzuheben. 

Wer die Suchmaschineneinstellung ändern möchte, kann die Systemeinstellungen bemühen und unter Safari -> Suchmaschine einen anderen Anbieter auswählen. Zur Auswahl stehen Yahoo, Bing, DuckDuckGo, Ecosia und eben Google. 

Zusammenarbeit in Zukunft kaum gefährdet

Das Geschäftsgebaren zwischen Google und Apple rief bereits einige staatlichen Institutionen wie die Australien Competition and Consumer Commission auf den Plan. Die Kartellwächter leiteten entsprechende Untersuchungen gegen den Suchmaschinen-Deal in die Wege. Auch der vor Kurzem diskutierte Digital Markets Act der Europäischen Union könnte für die Zusammenarbeit zwischen beiden Konzernen zur Gefahr werden. Darüber hinaus organisieren sich in den USA Kritiker und fordern ein sofortiges Ende der Kooperation und eine anschließende Zerschlagung beider Unternehmen. 

Nichtsdestotrotz dürfte sich Experten zufolge an der derzeitigen Situation in den kommenden Jahren nur wenig ändern. Richard Kramer von Arete Research rechnet einem Bericht von der New York Times (kostenpflichtig) damit, dass beide Beteiligten gerichtliche Schritte gegen den Digital Markets Act und andere behördliche Auflagen von Wettbewerbshütern einleiten werden. Bis eventuelle Regularien tatsächlich greifen, dürften am Ende Jahre vergehen. 

Bis es so weit ist, werden Apple und Google ihre Zusammenarbeit so gut es geht weiterhin ausleben. Gut möglich allerdings, dass der Suchmaschine der Deal schon bald zu teuer werden könnte und grundlegende Vertragsdetails neu verhandeln will. Entsprechende Berichte hierüber tauchten bereits im vergangenen Jahr auf. 

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