Apple veröffentlicht Transparency Report über Zusammenarbeit mit Behörden
Apple hat seinen Transparenzbericht behördlicher Anfragen für das erste Halbjahr 2018 veröffentlicht. Die Übersicht zeigt, wie oft sich Ermittlungsbehörden an den iPhone-Hersteller gewandt haben - und dass Deutschland in einer Kategorie weltweiter Spitzenreiter ist.

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahren dürfen Behörden auf Daten zugreifen, die bei Firmen auf der ganzen Welt gespeichert sind. Sei es der Inhalt einer Cloud, Account-Daten oder die hinterlegten Zahlungsdaten: Wenn die Staatsanwaltschaft ermittelt, muss jede Firma, die Daten über ihre Kunden speichert, Auskunft erteilen.
Auch Apple kann sich der Auskunftspflicht nicht entziehen. Im Gegensatz zu anderen Zahlen gibt sich der Konzern in seinem Transparency Report zu Anfragen von Behörden recht offen. Für den Zeitraum Januar bis Juni 2018 hat Apple nun eine eigene Webseite eingerichtet, auf der die Zahlen für jedes Land einzeln aufgeführt sind.

Im Vergleich zum letzten Bericht stieg die Anzahl der angeforderten Auskünfte um knapp zehn Prozent auf 32.342 Anfragen. Diese wurden für insgesamt 163.823 Geräte gestellt. Wenn man sich die Verbreitung von iPhones und iPads vor Augen hält, möchte man meinen, die meisten dieser Anfragen kommen von US-Behörden.
Tatsächlich ist aber Deutschland mit 13.704 Datenabfragen zu 26.160 Geräten mit Abstand der Spitzenreiter im ersten Halbjahr. Die USA rangieren relativ weit abgeschlagen auf Platz 2, Apple wurde von amerikanischen Behörden "nur" 4.570 Mal für 14.911 Geräte kontaktiert. Dass deutsche Behörden die meisten Anfragen stellten, liegt daran, dass hierzulande die meisten iPhones und iPads gestohlen wurden.
Bei den Finanzabfragen geht es meist um Missbrauch von iTunes-Karten. In dieser Sparte besetzt Deutschland ebenfalls den ersten Platz, auch wenn der Abstand zu den USA mit 1.229 zu 918 Abfragen deutlich geringer ist.
Den kompletten Transparenzbericht findet ihr auf der neu eingerichteten Webseite oder als übersichtliche PDF-File.








Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Sonstiges.

iPhone 18 wird vermutlich erst nächstes Jahr erscheinen
Der iPhone 18-Start wird vermutlich in zwei Wellen erfolgen. Pegatron bestätigt die Verschiebung des Standardmodells auf Frühjahr 2027.

iPhone Ultra: Diese Bezeichnung hat sich auch bei Apple festgesetzt
Mark Gurman bestätigt, dass Apple das faltbares iPhone Ultra intern so nennt. Ob der Arbeitstitel auf dem fertigen Gerät steht, bleibt abzuwarten.

iPhone 18 Pro -Hauptkamera kommt mit mechanisch variabler Blende
Apple erweitert die iPhone 18 Pro Blende und rüstet die Telelinse auf. Der Hardware-Sprung gilt als der größte seit Jahren.

iPhone 18 Pro Preis steigt um 300 Dollar
Der iPhone 18 Pro Preis wird laut TrendForce um 200 bis 300 Dollar steigen. Speicherchip-Engpässe treiben die Materialkosten um bis zu 40 Prozent.

Kommt das iPhone 20 Pro mit Glas-Design doch noch?
Mark Gurman bestätigt das glaslastige Redesign für das iPhone 20 Pro 2027. Die Stornierungsgerüchte von Jefferies entpuppen sich als Missverständnis.

Apple September Event 2026 zeigt acht neue Produkte
Beim Apple September Event 2026 erwartet Mark Gurman acht Produktvorstellungen. Das faltbare iPhone Ultra steht im Mittelpunkt.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.