Apple will Twitter nicht verbannen - EU unter Umständen aber schon

Erst vor wenigen Tagen "drohte" Elon Musk mit der Entwicklung eines eigenen Smartphones, sollten Apple und Google die Twitter-App aus ihren jeweiligen Stores verbannen. Der neue Twitter-Chef stellte zudem die Frage in den Raum, ob Apple die "Redefreiheit in Amerika hasse". Inzwischen scheinen sich die Wogen geglättet zu haben.
Nach einem Besuch im Apple Park konnten Apple-CEO Tim Cook und Elon Musk die offensichtlich bestehenden Missverständnisse ausräumen. Während ein Spaziergang in der idyllischen Umgebung die beteiligten Protagonisten zu versöhnlichen Worten verleitete, droht dem neuen Twitter-Boss in der EU allerdings weiterhin Ärger.
Musk hebt gutes Gespräch mit Tim Cook hervor
Elon Musk sah sich in der jüngeren Vergangenheit mehrfach mit einer möglichen Verbannung aus dem App Store von Apple bedroht. Wie der Multimilliardär es darstellte, soll Apple bereits mit einem solch radikalen Schritt gedroht haben. Statt weiterer Anfeindungen kam es nun zu einem überraschenden Besuch im Apple Park, dem Hauptquartier des US-Konzerns.
Musk zeigte sich von dem mächtigen Gebäude inklusive Park beeindruckt, wie man in einem kurzen Video auf Twitter sehen kann. Der 51-jährige berichtet von einer guten Unterhaltung mit Apple-Boss Tim Cook. Bei der im Raum stehenden Verbannung aus dem App Store handelt es sich demnach um ein Missverständnis. Angeblich habe das Unternehmen niemals in Erwägung gezogen, Twitter aus dem hauseigenen digitalen Geschäft zu entfernen.
EU schaut skeptisch auf Twitter
Während Elon Musk und Tim Cook guter Dinge durch Kalifornien spazieren, gibt sich tausende Kilometer entfernt in Brüssel die EU weiterhin kampfbereit. Thierry Breton ist Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen und betont, dass die EU durchaus zu drastischen Schritten bereit wäre, sollte sich Twitter nicht mit voller Entschlossenheit gegen Desinformationen stemmen und es weiterhin verpassen, Inhalte stärker zu moderieren.
Das soziale Netzwerk habe demnach noch eine Menge Hausaufgaben zu erledigen, um nicht mit den Vorgaben des Digital Service Act (DSA) zu kollidieren. Der DSA verpflichtet große Internetplattformen wie Facebook oder YouTube zur verstärkten Bekämpfung illegaler Inhalte. Im Falle eines Verstoßes drohen unterschiedliche Strafen - von Bußgeldern in Milliardenhöhe bis hin zur kompletten Verbannung.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apps.

Custom-EQ für AirPods: Neue Beta-Firmware bringt das lang erwartete Feature
Apple liefert mit der AirPods-Beta-Firmware 9.0.314 den lang erwarteten benutzerdefinierten Equalizer nach. Der Drei-Band-Regler steht allen H2-Modellen zur Verfügung und lässt sich direkt am iPhone konfigurieren.

OpenAI erklärt E-Mail-Chaos nach Apples Klage
OpenAI entkräftet den Vorwurf, man habe auf Apples rechtliche Schritte ignoriert. Die KI-Firma führt den Kommunikationsabbruch auf eine Verwechslung durch die Anwälte der Gegenpartei zurück.

iPhone 20: Fertigungsstätten sind bereit für das Vollglas-Design
Die Produktionsanlagen für das zwanzigjährige Jubiläums-iPhone haben ihre Umbauarbeiten abgeschlossen. Das Gerät soll erstmals ein komplettes Glasgehäuse mit geschwungenen Kanten erhalten.

Meta fordert nahtloses Pairing für Ray-Ban-Brillen und Quest-Headsets
Meta fordert von Apple die Öffnung der nahtlosen Geräte-Kopplung für Ray-Ban-Brillen und Quest-Headsets. Ein an sich nutzerfreundlicher Wunsch, der seit neun Monaten in einem regulatorischen und technischen Tauziehen feststeckt.

Apple übernimmt SigScalr für bessere App-Fehlersuche
Mit dem Kauf von SigScalr gewinnt Apple ein Open-Source-Monitoring-Tool, das die Fehlersuche in komplexen Anwendungen beschleunigen soll. Branchensprecher erwarten eine langfristige Eingliederung in die Entwicklungsumgebung Xcode.

Epic Games blockiert Apples Versuch, App Store-Prozess zu verzögern
Apple beantragt eine Aussetzung des laufenden Gerichtsverfahrens zur Klärung der Provisionen für externe Käufe. Epic Games widerspricht vehement und bezeichnet dies als dritten Verzögerungsversuch des Tech-Konzerns.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.