Apple wirbt mit unterhaltsamen Video für App Tracking Transparency

Mit iOS 14.5 hat Apple den Kampf an datensaugende Unternehmen angesagt und führt diesen mittlerweile ziemlich erfolgreich. Mit seiner App Tracking Transparency legt Apple die Entscheidung darüber, ob Unternehmen über ihre Apps persönliche Daten tracken dürfen, in die Hände der Nutzer. Platzierte Werbung aufgrund von getrackten Daten ist ein Milliardengeschäft. Daher ist es verständlich, dass betroffenen Unternehmen nicht in Begeisterung verfallen sind, nachdem Ihnen quasi der Datenhahn zugedreht wurde. Und die ersten Zahlen zeigen, dass die Funktion von der überwiegenden Mehrheit aller Apple-Kunden genutzt wird - zum Leidwesen der Konzerne.
Facebook und Co. reagierten bereits kurz nach dem Beginn der Erlaubnispflicht und versuchten ihre Kunden zur Zustimmung zu bewegen, indem sie ihnen indirekt erklärten, der Dienst könne nur aufgrund der Werbeplatzierung auch in Zukunft kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.
Die betroffenen Unternehmen haben mittlerweile damit begonnen sich neu zu orientieren und fokussieren sich zunehmend darauf, den Werbeumfang auf Android-Geräten zu erhöhen.
Apple stellt Datentracking bildlich dar
In einem von Apple produzierten und veröffentlichten Video wird die Funktionsweise von Datentracking bildlich dargestellt und auf das reale Leben projiziert. Der Hauptdarsteller Felix kauft sich zu Beginn der Szenen einen Kaffee, woraufhin der Verkäufer ihm anfängt nachzulaufen und sich schlussendlich mit in sein Taxi zwängt. Während der Verkäufer sich mit dem Taxifahrer über die persönlichen Daten von Felix austauscht, wird das Taxi von einem Biker verfolgt, der von Felix ein Bewegungsprofil erstellt.
Als Felix sich in einer Drogerie mit einem Mittel gegen Juckreiz eindeckt, wird er bereits von einer großen Menschenmasse beobachtet - alle mit Notizzettel und Stift bewaffnet. Das Video gipfelt darin, dass Felix zu Hause ankommt und selbst dort die Verfolger alles und jeden unter die Lupe nehmen und weitere Notizen machen.
Der Spuk endet indem Felix sein iPhone zückt und die Erlaubnis zum Tracken der Daten ablehnt. Daraufhin lösen sich alle Personen in seinem Umfeld in Luft aus.
Apple unterstreicht damit einmal mehr seinen eigenen Standard in Sachen Schutz der Privatsphäre. Die Verfilmung ist natürlich gewollt übertrieben dargestellt, sagt jedoch im Kern aus, worum es beim Sammeln von persönlichen Daten geht. Ein Großteil der User winkt beim Thema Datenschutz ab und begründet dies damit, dass sich der einzelne Mensch inzwischen völlig zwanglos zum gläsernen Menschen entwickelt hat und nun mit den Konsequenzen leben müsse. Natürlich ist das nicht von der Hand zu weisen. Zumindest ist aber mit den Regelungen der App Tracking Transparency ein erster Schritt in die richtige Richtung getan.
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