Apple zahlt in Italien über 300 Millionen Euro Steuern nach
Schon seit Jahren wird Apple vorgeworfen, in der EU mit Hilfe von Tricks und Ausnutzung bestimmter nicht EU-konformer Regelungen um Steuerzahlungen herum zu kommen. Mitte Dezember wurde beispielsweise bekannt, dass die EU-Kommission ihre Ermittlungen bezüglich der Steuerregelungen in Irland ausweitet. Dort muss Apple nämlich einen ermäßigten Steuersatz von nur 2,5% statt 12,5% zahlen, was gegen EU-Recht verstoßen soll. Damit drohen Apple dort Steuernachzahlunen in Milliardenhöhe.
Ein anderer Fall betrifft das Land Italien, wo das Finanzamt Apple vorwirft in den Jahren 2008 bis 2013 880 Millionen Euro zu wenig Steuern gezahlt zu haben. Apple hat sich nun mit den italienischen Behörden geeinigt, eine Summe von 318 Millionen Euro zu zahlen, damit die mittlerweile schon seit Jahren andauernden Ermittlungen eingestellt werden, wie Business Insider berichtet.
Auch in den USA steht Apple wegen fehlenden Steuerzahlungen im Fokus von Ermittlungen. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, im Zeitraum 2008 bis 2012 mit Hilfe von Briefkastenfirmen im Ausland Steuern in Höhe von insgesamt 74 Milliarden US-Dollar vermieden zu haben, die das Unternehmen eigentlich auf die Auslandsgewinne hätte zahlen müssen. Ende Dezember widersprach Apples Chef Tim Cook den Vorwürfen jedoch, indem er aussagte, dass Apple alle nötigen Steuern zahle.
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