Apple/Google Contact Tracing API wird am 28. April verfügbar sein
Die im Mai vorgesehene API soll nun schon Ende April bereit sein - und in zwei Phasen ausgerollt werden.

Die breit von Apple und Google angekündigte, und mittlerweile von den Mitgliedsstaaten der EU komplett akzeptierte Contact Tracing API geht in die heiße Phase. Während viele Regierungen für mehr Informationen über den Nutzer, wie Standortinformationen oder Identifizierung der erkrankten Personen pushen, bleibt die API bislang bei dem Modell der bestmöglichsten Bewahrung der Privatsphäre. In einem Gespräch zwischen Apple CEO Tim Cook und EU-Beauftragten Thierry Breton ist dies noch einmal bestätigt worden, und diesmal sogar mit Details zur Implementierung der Betriebssystem-Frameworks und einem tatsächlichen Veröffentlichungsdatum.
Phase 2 beinhaltet Teile der API direkt im OS
Die erste Version der API soll somit am 28. April verfügbar gemacht werden - was jedoch noch nicht eine Implementierung des Contact Tracing selbst bedeutet, denn dazu muss zunächst die Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing (PEPP-PT) App entwickelt werden. Trotzdem werden Nutzer schon dem Verfahren beitreten können, da die Option dies zu tun von den Einstellungen des Gerätes aus möglich sein wird. Dies soll mit einem Update der Google Play Services für Android und einem iOS System Update für iOS am genannten Datum möglich gemacht werden. Da Apple die Technologie für eine so breite Fläche an Nutzern wie nur möglich verfügbar machen will, lässt sich schlussfolgern dass das Update sowohl für iOS 13 und iOS 12 verfügbar sein könnte. Ebenfalls muss der Nutzer explizit das Verfahren aktivieren, denn ohne die manuelle Einwilligung des Nutzers kann keine App mit dem Framework funktionieren - dies und die Grundlage der Anonymität sind Punkte auf die Apple und Google den Schwerpunkt mit der API gelegt haben, und dies ließen die Unternehmen in den Schlüsselpunkten ebenfalls wissen.
Zusätzlich zu den bereits bekannten Punkten der API, wie dem anonymen Austausch von nicht identifizierbaren Schlüsseln und dem Alarmieren der mit Infizierten in Kontakt getretenen Personen, lässt Cook ebenfalls verlauten dass kein Nutzer sich von alleine als positiv melden kann. Um Falschmeldungen vorzubeugen, muss die Erkrankung so von einem offiziellen Gesundheitsinstitut bestätigt werden, bevor die Kontaktpersonen darüber alarmiert werden. Ebenfalls soll die Implementierung des Frameworks nur der Anfang sein, denn in ein paar Monaten wollen die Unternehmen Teile der API direkt in die Betriebssysteme einbauen, was eine zusätzliche App redundant machen wird - dies wird als 'Phase 2' gekennzeichnet, und ist nur aus zeitlich bedingten Gründen in dieser Form aufgeteilt.
Trotzdem sind Länder wie Frankreich mit der Schnelligkeit der Implementierung noch nicht zufrieden. Als eine der am schnellsten auf COVID-19 reagierenden Länder möchte die Regierung nicht auf eine PEPP-PT App warten, und am 11. Mai eine eigens erstellte App auf die App Stores bringen. Hierzu bittet das französische Parlament Apple, technische Hürden und Sicherheitsnetze von iOS auszuhebeln, jedoch wird kein Erfolg bei diesem Vorhaben berichtet, und mit der kommenden offiziellen API wird dies auch wahrscheinlich so bleiben.
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